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Digitale Transformation: Unternehmenskultur für den steten Wandel

Viele Firmen in Deutschland sehen die digitale Transformation noch als Projekt, das sich durch kleinere Anpassungen schnell abschließen lässt. Das ist ein Trugschluss. Denn der Wandel ist ein langfristiger, strategischer Prozess, der fortwährend betrieben werden muss und alle Abteilungen erfasst. Ein Beispiel dafür bildet die Personalabteilung, die durch die digitalen Veränderungen in der Arbeitswelt vor neuen Herausforderungen steht. Eine der größten dieser Herausforderungen stellt laut einer aktuellen Umfrage des Beratungsunternehmens Deloitte die Unternehmenskultur dar. Doch wie muss diese beschaffen sein, um den permanenten Wandel zu ermöglichen?

Eine erste Antwort darauf bietet die digitale Transformation selbst: Als offener und agiler Prozess verstanden, erzwingt sie auch eine transparente und anpassungsfähige Kultur. Voraussetzung dafür ist ein ehrlicher Blick nach innen sowie der Wille, Bestehendes zu hinterfragen und zu optimieren. Zwei Handlungsfelder, die es kontinuierlich zu verbessern gilt, sind beispielsweise die Zusammenarbeit und die Art des Lernens:

Gemeinsam Arbeiten

In dynamischen Projekten hat sich gezeigt, dass Mitarbeiter am besten sind, wenn sie ihre Arbeitsweise auf die Aufgabenstellung abstimmen können und nicht in festen Prozessen gefangen sind. Diese Entwicklung stellt heute bereits höhere Anforderungen an die Kollaboration. Diesen können Unternehmen beispielsweise mit flachen Hierarchien und flexiblen Arbeitsplätzen sowie Arbeitszeitmodellen begegnen. Zudem wirken sich auch Technologien wie Videokonferenzen positiv auf die Zusammenarbeit aus. Gelingt es, damit die Kollaboration – über Landesgrenzen hinweg und ohne zeitaufwendige Geschäftsreisen – zu verbessern, wirkt sich das auch positiv auf den Kollegenzusammenhalt und die Vereinbarkeit von Privat und Berufsleben aus. Beide Aspekte sind gerade für Bewerber bei der Beurteilung einer Unternehmenskultur sehr wichtig. Das belegt die Studie “JobTrends Deutschland 2015” von Staufenbiel.

Gemeinsam Lernen

Einige Unternehmen kämpfen mit hoher Fluktuation. Unmittelbar damit verbunden ist der Verlust von Wissen. Um dem entgegenzuwirken, bieten sich interne Wissensplattformen an, auf denen jeder Mitarbeiter über seine Aufgabenbereiche, seine Erfahrungen und Learnings unterrichtet und sich parallel auch über den Stand anderer Projekte informieren kann. Diese Plattform, die beispielsweise über das Intranet bereitgestellt wird, unterstützt zudem die Transparenz des gesamten Unternehmens. Den Zugriff auf sensible Daten wie Personalakten sollten – gemäß des Datenschutzgesetzes – auch weiterhin nur die zuständigen Kollegen bekommen.

Agile Unternehmenskultur für agile Prozesse

Eine Kultur für den steten Wandel ist die wichtigste Voraussetzung, um die digitale Transformation zu gestalten und gleichzeitig als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Dazu ist es essentiell, den Status Quo auf den Prüfstand zu stellen und zu fragen “Wie agil und transparent sind wir wirklich?”. Hinzu kommt die Offenheit gegenüber neuen Technologien. Neben den angesprochenen, sollte auch über den Tellerrand in die Zukunft geblickt werden: Neue Gadgets wie Brillen für virtuelle Realität oder 3D-Drucker können vielleicht schon bei der nächsten Herausforderung helfen, innovative Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln. Wichtig dabei:  Mitarbeiter und die Führungsebene müssen bereit sein, etwas Neues auszuprobieren. Damit verknüpft, ist allerdings auch das Scheitern, das heute noch stark tabuisiert wird. Aber nur mit einer Fehlerkultur lassen sich wertvolle Erfahrungen und Ideen sammeln, die Unternehmen nach vorne bringen – das kann auch bei der Gewinnung von Talenten unterstützen, wenn sie sich im Internet über die Kultur des potentiellen Arbeitgebers informieren.


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