Matthias Wissmann © Julian RentzschMatthias Wissmann © Julian Rentzsch

    erfolgreich, Fuhrpark

    Kommentar: Nutzfahrzeuge ideal für autonomes Fahren

    Welche Themen und Trends die IAA Nutzfahrzeuge 2016 bringt – und warum sich Nutzfahrzeuge für automatisiertes Fahren anbieten.

    Vom 22. bis 29. September findet in Hannover wieder die weltweit wichtigste Leitmesse für Transport, Logistik und Mobilität statt: die 66. IAA Nutzfahrzeuge. Dieses Jahr stehen zwei große Themen im Mittelpunkt: die Vernetzung und Digitalisierung des Verkehrs einerseits und Technologien zur immer weiteren Senkung der CO₂-Emissionen andererseits.

    Bei der CO₂- und Verbrauchsreduzierung haben die Nutzfahrzeughersteller bedeutende Erfolge vorzuweisen: Seit den 1970er Jahren ist der Verbrauch eines Lkw im Durchschnitt um rund 60 Prozent je Tonnenkilometer zurückgegangen.

    Um weiter vorwärtszukommen, müssen wir die heute verfügbaren modernen Antriebe weiter optimieren. Alternative Antriebe werden allerdings immer wichtiger. Erdgas etwa ist bei Bussen schon im Einsatz und bietet auch für Trucks CO₂-Einsparpotenzial. Eine gute Tank- und Versorgungsinfrastruktur ist hierbei unverzichtbar. Die „Clean Power for Transport“-Initiative sieht daher ein europaweites Netz von Erdgastankstellen vor. Hier müssen rasch Taten folgen.

    Zur Person
    Matthias Wissmann war 1993 Bundesminister für Forschung und Technologie, von 1993 bis 1998 Bundesminister für Verkehr und ist seit 2007 Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA).

    Auch Hybrid- und Elektroantriebe werden immer interessanter für den Transport – vor allem bei leichten Nutzfahrzeugen im Liefer- und Verteilerverkehr. Auch Innovationen wie der Lang-Lkw leisten einen Beitrag für einen noch klimaverträglicheren Verkehr. Hierzulande wird er seit viereinhalb Jahren getestet und zeigt: Bis zu 25 Prozent CO₂ pro transportierte Tonne lassen sich einsparen.

    Der Lkw der Zukunft verbraucht nicht nur immer weniger Diesel oder fahrt mit alternativen Antrieben oder Kraftstoffen. Er ist vor allem auch vernetzt, automatisiert und digital unterwegs. Hier liegt der nächste große Innovationssprung des Straßenguterverkehrs.

    Erst vor wenigen Wochen haben die Hersteller bei der European Truck Platooning Challenge gezeigt, was technisch bereits möglich ist. Dabei fahren zwei oder mehr Lkws in einer elektronischen Kolonne, was zehn Prozent Kraftstoff und CO₂-Emissionen einspart. Das zeigt deutlich, welches Potenzial in der Vernetzung steckt: die Chance, mit Transportmengen noch effizienter umzugehen und Wachstum effizient zu bewältigen. Nutzfahrzeuge sind prädestiniert für das automatisierte Fahren: Die Technologie macht den Verkehr sicherer, wertet den Fahrer-Arbeitsplatz auf und senkt CO₂-Emissionen sowie Betriebskosten. Jetzt geht es darum, die richtigen Anwendungen zu finden, die den Transportalltag weiter optimieren.


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