entspannt, Leben

Alle Jahre wieder

Gebrannte Mandeln und Glühwein, Bratwürstchen- und Räuchermännchenduft, Glöckchen- und Posaunenklänge, fliegende Weihnachtsmänner und Sternenlichter – was wäre der Advent ohne Weihnachtsmarkt? Im Durchschnitt besucht jeder Deutsche dreimal pro Weihnachtssaison ein solches Budenrund – und gibt jeweils pro Kopf etwa zwölf Euro auf dem Markt selbst und 20 Euro im umliegenden Einzelhandel aus. Text: Maren Lohrer

© smartboy10/ DigitalVision Vectors/ Getty Images

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Sternenzelt vor der Domkulisse
Köln, bis 23.12.2016
Mehr als 70.000 Lichtpunkte und mehr als 150 Herrnhuter Sterne formen ein großes Sternenzelt, unter dem Hütten mit Kunsthandwerk und Kulinaria dicht an dicht stehen. Auf der Bühne treten verschiedene Künstler auf, etwa der Jugendchor von St. Stephan oder die Domstädter Bigband. Von dort sind es nur wenige Minuten bis zum Alter Markt, dem nächsten Weihnachtsmarkt, an den sich die große Eisbahn auf dem Heumarkt anschließt.

Märchenwald
Lübeck, bis 30.12.2016
(außer 25.12.)
„Es war einmal …“ – so beginnen die Märchen der Gebrüder Grimm, die hier im Märchenwald vor der Marienkirche lebendig werden. Neben den 20 Märchenwaldhäuschen gibt es noch ein Karussell, eine Weihnachtsbäckerei und eine Kindereisenbahn. Die Unesco-Welterbestadt bietet eine tolle Kulisse für diesen sehr traditionsreichen Markt mit seinen mehr als 200 Verkaufsständen.

© Cara-Foto/ Shutterstock

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Striezelmarkt mit Holzpyramide
Dresden, bis 24.12.2016
Herzstück des 1434 gegründeten Markts ist die 14 Meter hohe Erzgebirge-Pyramide aus Holz. Um sie herum sind über 200 Weihnachtsbuden gruppiert, die vor allem regionale Spezialitäten anbieten. Daneben gibt es auch noch den Mittelaltermarkt im Stallhof des Dresdner Residenzschlosses und den „Advent auf dem Neumarkt“ vor der Frauenkirche.

Magisches Mittelalter
Magdeburg, bis 30.12.2016
(außer 24./25.12.)
Vor der alten Johanniskirche leben längst vergangene Zeiten wieder auf: Magdeburg als Kaiserpfalz von Otto I.. Fahrende Spielleute erzählen in mittelalterlicher Mundart Geschichten, Markthändler bieten Kunsthandwerk feil. Mit rund 135 Hütten gehört der Weihnachtsmarkt zu den größeren, dennoch wirkt er stimmungsvoll. Für Kinder gibt es märchenhaften Spaß und für alle Junggebliebenen eine Eislaufbahn.

© H. Wohner / LOOK-foto/ Getty Images

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Weihnachtsbaum XXL
Dortmund, bis 30.12.2016
(außer 25.12.)
Der Markt lockt nicht nur mit sehr langer Marktdauer – sechs Wochen –, sondern auch mit dem größten Weihnachtsbaum der Welt: 45 Meter hoch, bestehend aus 1.700 Fichten und mit 48.000 LED-Lämpchen und 20 Riesenkerzen bestückt. Mit 340 Ständen gehört der Markt zu den größten hierzulande. Er bietet Kunsthandwerk, Weihnachtsdekorationen, außergewöhnliches Spielzeug, regionale und markttypische Leckereien.

© sack/ E+/ Getty Images

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Christkindlesmarkt mit langer Tradition
Nürnberg, bis 24.12.2016
„Ihr Herrn und Frau’n, die Ihr einst Kinder wart, seid es heut’ wieder, freut Euch in ihrer Art. Das Christkind lädt zu seinem Markte ein, und wer da kommt, der soll willkommen sein“ – jedes Jahr lauschen Tausende auf dem Hauptmarkt dem Prolog des Christkinds, mit dem es „seinen“ Markt eröffnet. Die Eröffnungszeremonie ist seit Jahrzehnten nahezu gleich geblieben und auch der Markt selber ist traditionsreich mit vielen regionalen Spezialitäten, etwa den berühmten Nürnberger Lebkuchen oder den Zwetschgenmännle aus getrockneten Pflaumen.

Hafenweihnacht am Bodensee
Konstanz, bis 22.12.2016
Mehr als 170 Kunsthandwerker, Händler und Gastronomen breiten in der Adventszeit von der historischen Innenstadt bis zum Hafen ihre Angebote aus. Die Standbetreiber kommen meist aus der Bodensee-Region und bieten viel Abwechslung. Typisch schweizerisch ist beispielsweise das Stängeli Fondue. Im Hafen sind Ponyreiten und ein Mini-Riesenrad für Kinder weitere Attraktionen. Blechbläsergruppen und Musikvereine aus der Region sorgen für adventliche Klänge. Eine Besonderheit des Konstanzer Marktes ist das Weihnachtsschiff, das an der Kaimauer am Hafen vertäut liegt. An Bord geht der Bummel durch die Budenstadt stimmungsvoll weiter.

© Markus Lange/ robertharding/ Getty Images

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Konzerte und Buden
Stuttgart, bis 23.12.2016
Ein großes Kinder- und Märchenland, das Weihnachtskonzert vor dem Alten Schloss sowie der riesige Adventskalender am Rathaus sind nur einige Highlights. Einzigartig sind die Dächer der Marktbuden, denn sie sind mit Engel- und Weihnachtsfiguren festlich geschmückt. Der schönste Holzstand wird jedes Jahr prämiert. Typische Weihnachtsmarkt-Mitbringsel aus dem Ländle: Nussknacker in allen Farben und Formen.


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