Zur Person: Oliver Grün ist Präsident beim Bundesverband IT-Mittelstand (BITMi). © Julian RentzschZur Person: Oliver Grün ist Präsident beim Bundesverband IT-Mittelstand (BITMi). © Julian Rentzsch

    erfolgreich, Mobile Business, Personal, vernetzt

    » Konsequent mobil – auch in der Arbeitswelt «

    Warum sich die Nutzung von Smartphones, Social Software und Apps im Betriebsalltag lohnt – und wie Sicherheitsprobleme dabei vermieden werden. Text: Oliver Grün

    Die Mehrheit der Bundesbürger ist bereits online – laut aktueller Studie von ARD und ZDF sind es stolze 84 Prozent. Zwei Drittel der Bevölkerung nutzen dafür ihr Smartphone, damit das am meisten genutzte Gerät für den Internetzugang. 28 Prozent der Deutschen gehen zudem täglich unterwegs ins Internet. Diese Zahlen zeigen ganz deutlich: Mobilität ist kein Trend mehr, sondern Teil des Alltags – zumindest in unserem Privatleben. Ungleich langsamer läuft die Entwicklung indes in der Arbeitswelt ab: Immerhin die Hälfte der Beschäftigten arbeitet nach einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Personalführung bereits mobil an wechselnden Arbeitsplätzen. Das führt laut Umfrage zu besseren Gestaltungsmöglichkeiten, höherer Arbeitszufriedenheit und mehr Produktivität.

    Mobilität bietet für Unternehmen aller Branchen enorme Vorteile: mehr Flexibilität und Effizienz und weniger Fehler sind Faktoren, die erwiesenermaßen Kosten senken. Daneben bieten sich den Unternehmern als Arbeitgeber ganz neue Reichweiten – vor allem, gut ausgebildetes Personal zu gewinnen, wenn das „Wo“ der Arbeit immer unwichtiger wird. Ein Aspekt, der angesichts des Fachkräftemangels nicht unterschätzt werden darf. IT-Sicherheit gewährleisten Offensichtlicher Bremspunkt für mobiles Arbeiten sind indes die Sicherheitsbedenken. Natürlich lauern in einem mobilen Arbeitsumfeld ganz neue und zudem gänzlich andere Gefahren als bei der klassischen, stationären Technik, die bisher im Einsatz ist. Diese dürfen aber nicht als Ausrede gelten, sich nicht mit Mobile Business und Mobile Security auseinanderzusetzen.

    Zumal viele Angestellte auch ohne das Wissen ihrer Chefs ihre Smartphones etwa zur Kommunikation über die Arbeit oder zum Datentransfer nutzen. In diesem Fall sind Bedenken wirklich angebracht, denn bei ungeschulten Mitarbeitern herrscht oftmals unzureichendes Bewusstsein über Gefahren und richtige Verhaltensweisen. Verlorene Geräte – eins der häufig unterschätzten Sicherheitsrisiken – werden dann womöglich gar nicht gemeldet, sind oft ohne ausreichenden Passwortschutz im Einsatz und enthalten unverschlüsselte Daten.

    Die Entwicklung hin zur umfassenden Mobilität lässt sich nicht aufhalten. Wird sie ignoriert, werden diese Unternehmen als unattraktiver Arbeitgeber mit veralteten, statischen und langsamen Abläufen von der Konkurrenz abgehängt. Deshalb ist es wichtig, sich jetzt mit Mobile Security zu befassen, die entsprechenden Kompetenzen zu entwickeln und die Potenziale der Mobilität zu nutzen. Bestehende Prozesse innerhalb eines Unternehmens lassen sich mit dem Einsatz von mobilen Anwendungen leicht vereinfachen und verbessern: Mitarbeiter können beispielsweise durch ein ERP- oder CRM-System per mobilen Apps jederzeit und von jedem Ort auf aktuelle Informationen zugreifen und diese bearbeiten. Unterstützt von einer Social Software, können alle Kollegen schnell und übersichtlich auf neue Informationen hingewiesen werden. Zudem lassen sich Aufgaben erstellen und zuweisen. Der typische E-Mail-Verkehr zwischen Kollegen wird somit überflüssig.

    In unserer globalisierten, beschleunigten Welt müssen Informationen immer und überall verfügbar sein. Eine erfolgreiche digitale Transformation wird es ohne Mobilität also nicht geben. Wer sich dagegen entscheidet und denkt, nur einen Trend nicht mitzumachen, wird letzten Endes seine eigene digitale Transformation verschlafen.

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