Christoph Leichtweiß ist geschäftsführender Gesellschafter von zwei Unternehmen der YPOS-Gruppe. 
(c) YPOSChristoph Leichtweiß ist geschäftsführender Gesellschafter von zwei Unternehmen der YPOS-Gruppe.
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solvent, Vorsorge

Niedrige Renditen + steigende Inflation = Handlungsbedarf

Gegenüber dem Vorjahresmonat sind die offiziellen Konsumentenpreise in Deutschland im November um 0,8 Prozent und in der Eurozone um 0,6 Prozent gestiegen. Das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) liegt bei knapp zwei Prozent. Aus dieser offensichtlichen Abweichung lässt sich wohl schlussfolgern, warum es aus der Perspektive der Notenbank sinnvoll war das Anleiheaufkaufprogramm bis Ende 2017 zu verlängern.

Inflation unterhalb der Zielvorstellungen

Finanzieller Stress niedrig – Risiken bleiben

Aktuell befindet sich der, von der EZB berechnete, Indikator für finanziellen Stress (CISS) auf einem niedrigen Niveau. Allerdings könnten die im nächsten Jahr anstehenden Wahlen für eine steigende Verunsicherung der Marktteilnehmer sorgen. In dieser Hinsicht könnte das verlängerte Programm als vorweggenommene Beruhigungspille zu verstehen sein.

Inflationserwartungen gestiegen

Aus der Anlegerperspektive hat sich trotz der leicht gestiegenen Renditen wenig verbessert, da die Inflation auch angestiegen ist. Sollten sich die tatsächlichen Inflationsraten den jüngst gestiegenen Inflationserwartungen anpassen, dann würde der Anlagedruck noch einmal deutlich zunehmen.

Kaum auskömmliche Renditen erzielbar

Auch bei der jetzigen Inflationsrate lässt sich in den konservativen Segmenten des Kapitalmarkts weiterhin kein auskömmlicher Ertrag erzielen. Die Probleme bei Altersvorsorgeeinrichtungen bleiben uns also genauso erhalten wie der allgemeine Anlagenotstand.

Zinsen sind der wichtigste Preis einer Volkswirtschaft! Sie haben eine wichtige Lenkungsfunktion. Wird diese beeinträchtigt, dann sind Fehlallokationen von Kapital zu erwarten. Vereinfacht gesprochen führen zu niedrige Zinsen also zu finanziellen Fehlentscheidungen. Die Kombination aus Handlungsdruck und großem Fehlerpotential macht eine vernetzte und individuelle Betrachtung erforderlich.


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