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Seitenblick

Was 2017 wichtig wird

Beginnt dieses Jahr der Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, unter der Sparer und Lebensversicherte seit Jahren leiden – und deren Vorteile bei kleineren Firmenkunden bis heute nicht ankommen (siehe Grafik unten)?

Dass EZB-Präsident Mario Draghi sein Anleihenkaufprogramm bis Ende 2017 verlängert hat, spricht auf den ersten Blick dagegen. Dass die Europäische Zentralbank zugleich aber das monatliche Volumen ihrer Wertpapierkäufe absenkt, lässt sich mit viel Optimismus als erster Schritt auf dem weiten Weg hin zu einer geldpolitischen Normalisierung deuten.

Genährt wird diese Hoffnung auf eine Zinswende vom Euro-Bund-Future, der die Renditen deutscher Staatsanleihen abbildet: Vom Höchststand bei 168 Zählern hat sich dieser Index schon wieder entfernt – und nach der jüngsten Draghi-Rede rutschte er sogar unter jene Marke von 160 Punkten, unter der endlich wieder positive Renditen winken.

Doch wenn die geldpolitische Wende tatsächlich in diesem Jahr einsetzen soll, muss sie von den USA ausgehen – in Euroland dürfte es vorerst keine Zinsschritte geben. „Die Fed wiederum könnte die Leitzinsen 2017 zweimal anheben“, sagt Carolin Vogt von der IKB Deutsche Industriebank, die sich auch diesmal wieder an unserer traditionellen Konjunkturumfrage zum Jahreswechsel beteiligt hat. Was die befragten Chefvolkswirte für 2017 an Wirtschaftswachstum, Inflation und Kreditangebot erwarten, finden Sie – frisch und als leicht leserliche Häppchen verpackt – << hier >>.

© da-vooda/ iStock/ Thinkstock

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