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Social Intranet im Mittelstand: 8 Lösungen für den digitalen Arbeitsplatz

Mit Software von der Stange können auch Mittelständler ihren Mitarbeitern einen digitalen Arbeitsplatz anbieten. Lutz Hirsch, Chef der Hamburger Intranet-Agentur Hirschtec, stellt acht Software-Lösungen vor.

Social Intranet – Facebook für Firmen

Wie bei Facebook erhält jeder Mitarbeiter auf Wunsch ein persönliches Profil und kann News, Fotos, Ideen und Fachinformationen mit seiner Community teilen, Beiträge liken oder kommentieren. Oft erleichtern die Tools auch die gemeinsame Arbeit an Dokumenten. Standardlösungen liefern vordefinierte Strukturen, die in der Regel anpassbar, aber nicht vollständig flexibel sind. Geeignet für zehn bis 600.000 Mitarbeiter.

kollaborateure_icon1Coyo. Die Lösung denkt das Social Intranet von der mobilen Plattform aus und trennt übersichtlich zwischen einem redaktionellen Bereich (für Unternehmensnews, Formulare etc.) und Funktionen für die digitale Kollaboration. Dank Kalender, Wiki oder Task Manager lässt sich in den virtuellen Arbeitsräumen leicht zusammenarbeiten. Ein Activity Stream (vergleichbar mit der Timeline bei Facebook) zeigt den Mitarbeitern für sie relevante Inhalte an, die sie teilen und kommentieren können. Auch Personenprofilen zu folgen, ist möglich. www.coyoapp.com

kollaborateure_icon2Just Social. Dieses Intranet unterstützt die schnelle Kommunikation der Mitarbeiter untereinander und er leichtert ihnen den Umgang mit Dokumenten, an denen mehrere Kollegen gleichzeitig arbeiten. Dank einer App lassen sich Dokumente einfach im passenden Desktop-Programm bearbeiten und werden über die Plattform automatisch aktualisiert. Inhalte können leicht plattformweit geteilt werden – und der jeweils richtige Ansprechpartner für jedes Thema im Unternehmen lässt sich schnell identifizieren. www.just.social/de/home

Mobile Intranet – die digitale Zeitung

Das Mobile Intranet dient als mobile Mitarbeiterzeitung oder auch als Tool für die vernetzte Kommunikation der Mitarbeiter. Die Bandbreite reicht vom Versand der Unternehmensnachrichten bis hin zu mobilen virtuellen Teamräumen, in denen auf die Schnelle Ideen, Fotos und andere nützliche Informationen ausgetauscht werden. Geeignet für zehn bis 600.000 Mitarbeiter.

kollaborateure_icon3Staffbase. Wenn es darum geht, Unternehmensnachrichten, Speiseplan, Adressverteiler, Formulare, aber auch Abteilungsseiten und Produktbeschreibungen auf Smartphones und Tablets zu bringen, ist Staffbase das Richtige: Dank der App erreichen Unternehmen alle Mitarbeiter, auch die ohne festen PC-Arbeitsplatz. Die Mitarbeiter können Inhalte kommentieren und liken, der direkte Draht zwischen Unternehmen und Mitarbeitern ermöglicht Umfragen. www.staffbase.com

kollaborateure_icon4Slack. Wer das E-Mail-Aufkommen reduzieren und stärker auf das Chat-Prinzip setzen möchte, ist mit Slack gut bedient. Wer im Unternehmen etwas wissen möchte, fragt wie bei den aus dem Privatleben bekannten Messenger-/Social-Media-Diensten (etwa Whatsapp) direkt im Chat bei Kollegen, Vorgesetzten oder dem Geschäftsführer nach. Verschiedene „Channels“, die wie Chaträume funktionieren, können eingerichtet und Dateien überall hochgeladen und kommentiert werden. Auch kann Slack mit weiteren Diensten wie Dropbox, Twitter oder Trello verbunden werden. www.slack.com

Enterprise Intranet – die Luxus-Lösung

Sie sind so etwas wie der Rolls-Royce unter den Softwarelösungen für den digitalen Arbeitsplatz und vor allem für Mittelständler mit komplexen Organisationsstrukturen interessant, die wegen der besseren Steuerbarkeit darauf angewiesen sind, ihr Intranet mit anderen Systemen wie SAP, Schulungssystemen oder CRM-Lösungen zu verknüpfen. Enterprise Intranets bieten ein ausgeklügeltes Dokumentenmanagement und ermöglichen es, im Intranet verschiedenste Prozesse abzubilden. Geeignet für 2.000 bis 600.000 Mitarbeiter.

kollaborateure_icon5Sharepoint. Diese Microsoft-Lösung ist der Prototyp des Enterprise Intranets. In vielfältiger Weise unterstützt Sharepoint die Zusammenarbeit in virtuellen Teamräumen, das Verwalten von Projekten, die Koordination von Aufgaben, die Zusammenarbeit an Dokumenten sowie deren gemeinsame Ablage, den Ideen- und Gedankenaustausch via Diskussionsgruppen, Team-Webseiten und Blogs und verfügt über eine leistungsstarke Suchmaschine. Die Einführung ist jedoch aufwendig und kostet. www.products.office.com

kollaborateure_icon6Vantaio. Unternehmen, die auf SAP setzen, sollten sich näher mit Vantanio beschäftigen. Die Lösung bietet umfangreiche Funktionen zur Informationsbereitstellung sowie für redaktionelles Arbeiten. Es handelt sich um eine Erweiterung von SAP Netweaver (Plattform für Geschäftsanwendungen). Daten aus dem Enterprise Resource Planning werden um redaktionelle Abläufe und typische Intranetstrukturen angereichert. Außerhalb von SAP funktioniert das System allerdings nicht. www.vantaio.com

Intranet Suite – der Opel unter den Intranets

Solide und auch für kleinere Firmen bezahlbare „All-in-one-Intranet“-Lösungen ermöglichen es Mitarbeitern, Inhalte untereinander auszutauschen, zu kommentieren und zu liken, Personenprofilen zu folgen, sie sorgen aber auch für mehr Effizienz beim Umgang mit Dokumenten und bilden Prozesse wie das Management von Besucherformularen ab. Manko: Anbindung an Drittsysteme verläuft nicht immer reibungslos. Geeignet für 100 bis 3.000 Mitarbeiter.

kollaborateure_icon7Bitrix24. Diese Software für ein „All-in-one-Intranet“ ist speziell attraktiv für Unternehmen, die eine Alternative zu Sharepoint mit einem breiten Funktionsumfang suchen. Es beinhaltet einen ausgereiften Activity Stream (vergleichbar mit der Timeline bei Facebook) und ermöglicht es, redaktionelle Inhalte bereitzustellen. Zudem lassen sich auch Webshops oder ein CRM realisieren. Eine Stärke von Bitrix24 ist das integrierte Chat-System, das über eine Gruppenfunktion, Chat-Historie, Videokonferenz- und Screensharing-Funktionen verfügt und die Integration von Telefonanlagen ermöglicht. www.bitrix24.de

kollaborateure_icon8Linchpin. Dieses „All-in-one-Intranet“ kann, was seinen Betrieb und die Anbindung an Drittsysteme betrifft, auch problemlos den Anforderungen an ein Enterprise Intranet gerecht werden. Mit seinen Plug-ins für das Wiki-System Confluence ist Linchpin sehr modular aufgebaut. Es zeigt seine volle Wirkungskraft, wenn Intranet-Inhalte nicht in Dokumentenform, sondern als Wiki-Seiten erstellt werden. Firmen, die genau hierauf ihren Schwerpunkt legen, sind mit Linchpin gut beraten. www.linchpin-intranet.de


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Kommentare

  1. Vielen Dank für die schöne Übersicht! “Facebooks für Firmen” sind in der Tat ziemlich angesagt – und es gibt auch immer mehr Anbieter. Im Enterprise-Einsatz spannend wird es natürlich, wenn die Funktionen über Chat und Newsfeed hinausgehen. Zum Beispiel, wenn auch Statusnachrichten aus eingesetzten Apps oder Maschinen nahtlos in die Kommunikation mit einfließen. Für Interessierte: Auf dem Blog http://www.arbeitsplatz40.de/social-intranet-unternehmenskultur/ gibt es eine kurze allgemeine Übersicht zur Geschichte und den Vorteilen von Social Intranets.

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