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Seitenblick

Querdenker zulassen

Der beste Weg zu einer guten Idee sind möglichst viele Ideen. Arthur Fry, Miterfinder der Post-it-­Klebezettel des Technologiekonzerns 3M, soll gesagt haben: „Man muss viele Frösche küssen, um einen Prinzen zu finden.“ Wer dabei nicht nur im eigenen Gartenteich sucht, steigert seine Chancen enorm. Denn oft sind es gerade die Vorschläge, die zunächst absurd oder nicht realisierbar erscheinen, die schließlich zum Durchbruch verhelfen. Erst recht, wenn die Entwicklungsabteilung ein neues Produkt nicht allein im Elfenbeinturm ausknobelt, sondern Kunden, Partner und andere Externe mitwirken dürfen.

Open Innovation heißt dieser Trend aus dem Crowdsourcing, der allerdings weit darüber hinausgeht. Wenn eine Fastfood-Kette von ihren Kunden Burger-Rezepte kreieren lässt oder ein Süßwarenhersteller mit individuellen Weingummi-Editionen lockt, dann ist das gutes Marketing. Für eine Inno­vation im Sinne von Invention plus Markterfolg braucht es mehr. Vor allem Mut und Offenheit. Argumente wie „Das ist nicht von uns, das kann nichts Gutes sein“ zählen nicht. Das Ergebnis ist wichtig, nicht der Weg dorthin. Auch das macht 3M vor. Der Konzern vergibt einen „Successfully-stolen-elsewhere­-Award“, also einen Preis für Mitarbeiter, die erfolgreich eine Produktidee aus einer anderen Branche auf ihr Geschäft übertragen haben.

Auch ich bin offen für das, was auf mich zukommt. Ab dieser Ausgabe übernehme ich vom langjährigen Kollegen und Chefredakteur Ingo Schenk die Leitung des Creditreform-Magazins. Ich freue mich darauf und verspreche Ihnen: Kritik und Ideen sind auch künftig willkommen.

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