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Die besorgte Generation

Der Wunsch nach Flexibilität und sozialer Sicherheit steht bei Studenten im Fokus. Jährlich befragen wir als Betreiber der Plattform www.csr-jobs.de in Kooperation mit dem Hochschulmagazin audimax im Rahmen einer repräsentativen Umfrage Hochschülerinnen und Hochschüler sowie Young Professionals in Deutschland, was ihnen bei der Wahl ihres Arbeitgebers am wichtigsten ist und wer bei Ihnen als „Wunscharbeitgeber“ vorne liegt.

Klar, man will ein gesichertes Einkommen haben. Vielleicht auch Karriere machen. Zumindest ein bisschen, nicht zu viel, denn Freizeit, Familie und Kinder wollen unter einen Hut gebracht werden, damit die so genannte Work-Life Balance stimmt. Und die Chancen stehen gut: die Arbeitslosenzahl sank im März um 100.000 auf 6 Prozent. In manchen Branchen wie Maschinenbau oder Software Entwicklung werden Kandidaten händeringend gesucht – aber auch Auszubildende in Hotellerie, Einzelhandel sind Mangelware. Wer hier unterwegs ist, hat freie Auswahl und kann Ansprüche stellen. Und sie werden gestellt: das wichtigste Kriterium für die Wahl des Arbeitgebers ist unangefochten die Möglichkeit, Arbeitszeiten flexibel zu gestalten.

Hochschüler-Wünsche 2017

Die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage überraschen kaum: 81 Prozent der Befragten halten Flexibilität für den wichtigsten Faktor im Job, direkt gefolgt von Gesundheitsförderung (70 Prozent) durch den Arbeitgeber. Jedoch haben Studenten – und wir reden hier von immerhin 45 Prozent der Befragten, die 25 Jahre alt und jünger sind – Themen wie Kinderbetreuung (67 Prozent) und die Pflege der eigenen Eltern (50 Prozent) auch schon fest im Blick. Arbeitgeber, die potenziellen Bewerbern signalisieren: „Wir unterstützen euch zukünftig in diesen Bereichen“ punkten bei den jungen Akademikern.

Fairness gefragt

Auch bei der Wahl des „Wunscharbeitgebers“ (freie Nennung) stehen Tradition und Sicherheit ganz weit oben. Wenig Experimentierfreude zeigen dann auch die Nennungen deutscher Traditionsunternehmen wie BMW, Bosch, Bayer und Daimler unter den Top Ten. Allerdings darf man sich auch als Traditionsunternehmen nicht alles erlauben: die Automarken Audi (-4 Plätze) und VW (-3 Plätze) verloren im Vergleich zum Vorjahr deutlich im Ranking der Top-Arbeitgeber. Das unsägliche Theater um Betrug und hohe Managerabfindungen ging auch an diesen Marken nicht spurlos vorbei.

Soziale Faktoren im Fokus

Unser diesjähriger Studentenmonitor zeigt, dass Arbeitgeber nur attraktiv sind, wenn soziale Faktoren als wichtige Signale an den Bewerber erkannt und nach außen kommuniziert werden. Der Wunsch nach Flexibilität, sozialer Sicherheit, Gesundheitsmanagement stehen im Fokus bei der Wahl des Arbeitgebers. Arbeitsklima (63 Prozent) schlägt das Angebot dicker Gehälter (20 Prozent). Und auch wenn die Generation besorgt erscheint, ist sie zutiefst optimistisch: rekordverdächtige 100 Prozent aller Befragten glauben in der Zukunft einen erfüllenden Job bei einem passenden Arbeitgeber zu finden.

Weitere Infos: Studentenmonitor 2017


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