Christoph Leichtweiß ist geschäftsführender Gesellschafter von zwei Unternehmen der YPOS-Gruppe. 
(c) YPOSChristoph Leichtweiß ist geschäftsführender Gesellschafter von zwei Unternehmen der YPOS-Gruppe.
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solvent, Vorsorge

Vier aktuell wichtige Themen für Anleger

Die Ratingagentur Moody´s wertet die Kreditwürdigkeit von China ab. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist auf Rekordniveau. Der Anlagenotstand führt selbst bei Hochzinsanleihen zu sehr niedrigen Renditen. Die Goldpreisentwicklung aus verschiedenen Währungsperspektiven.

Wann werden diese Kredite für China zu einem Problem?

Die Ratingagentur Moody´s hat die Kreditwürdigkeit von China gesenkt. Grund zur Sorge gebe insbesondere die Verschuldung. Unsere Grafik setzt die Kredite an den nicht-finanziellen Sektor in Relation zur Wirtschaftsleistung des Landes. Der steile Anstieg zeigt, wie sehr die dortige Wirtschaft seit der globalen Finanzkrise über Kredite stimuliert wird.

Die Gesamtverschuldung Chinas wird aktuell auf 250 Prozent der Wirtschaftsleistung geschätzt. Eine übermäßige Kreditvergabe an den privaten Sektor kann in der Zukunft zu erheblichen Problemen bei den staatlichen Finanzen führen.

Super Stimmung in der deutschen Wirtschaft

Deutschland brummt! Anders kann man es wohl kaum formulieren. Die Einschätzungen der Unternehmen zur aktuellen Lage (dunkelblau) befinden sind auf einem sehr hohen Niveau.

Tief, tiefer, Zinsen in der Eurozone

Der Zins ist der Preis des Geldes. Dementsprechend hat er eine sehr wichtige volkswirtschaftliche Funktion. Ist der Zins zu niedrig, dann kommt es zu Fehlallokationen von Kapital. Umgangssprachlich formuliert sind das schlicht und einfach finanzielle Fehlentscheidungen. Der obere Chart zeigt die Renditen von Euro-Unternehmensanleihen mit schwächerer Bonität (blau). Nach der liquiditätsbedingten Explosion der Renditen im Rahmen der Finanzkrise haben sich diese im Zeitablauf wieder normalisiert. Die Linie in orange zeigt die Dividendenrendite des breiten europäischen Aktienmarktes.

Selbstverständlich haben diese beiden Vermögensklassen unterschiedliche Eigenschaften. Aber die Tatsache, dass die aktuelle Dividendenrendite über der Rendite von Hochzinsanleihen liegt (unterer Chart, grüne Linie) ist dennoch ein deutliches Zeichen dafür, wie groß der Anlagenotstand (und damit das Fehlerpotential!) zinsorientierter Anleger in der Eurozone ist.

Der Goldpreis – Eine Frage der Währung

Gold notiert im US-Dollar. Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar aufwertet, dann bekommt der Anleger mehr Gold pro Euro. Dementsprechend kann ein steigender Goldpreis durch einen steigenden Euro ausgeglichen werden.

In der jüngeren Vergangenheit hat der Goldpreis in US-Dollar zugelegt (türkis). Im Gegensatz dazu hat sich der Goldpreis in Euro (dunkelblau) nur seitwärts bewegt. Die positive Entwicklung des Vermögenswertes Gold wurde also durch die steigende Kaufkraft des Euro aufgefressen. Natürlich ist dies immer nur eine Momentaufnahme. Dennoch ist es sicher ein guter Zeitpunkt, um das Gesamtwährungsrisiko im Depot zu analysieren.


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