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US-Militär schießt syrischen Kampfjet ab

Das US-geführte Militärbündnis hat ein syrisches Kampfflugzeug abgeschossen. Der Jet soll Truppen der Syrischen Demokratischen Kräfte angegriffen haben. Der Abschuss könnte eine neue Eskalationsstufe im Konflikt sein.

Das US-Militär hat bei den Kämpfen um die IS-Hochburg Rakka erstmals im syrischen Bürgerkrieg einen Kampfjet der Regierung von Machthaber Bascher al-Assad abgeschossen. Das Flugzeug habe von den USA unterstützte Rebellen bombardiert, erklärte das US-Oberkommando am Sonntag zur Begründung. Das mit Assad verbündete Russland mahnte die USA, die territoriale Integrität Syriens zu respektieren. Der Iran feuerte einem Medienbericht zufolge Raketen auf Stellungen der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) ab. Diese hatte sich zu den Anschlägen in Teheran bekannt.

Das US-Oberkommando erklärte, Russlands Verbündeter Syrien sei vor dem Abschuss des Flugzeuges aufgefordert worden, einen Stopp der Angriffe auf das Rebellenbündnis SDF zu veranlassen. Die US-geführte Koalition gegen die IS wolle nicht gegen Syrien, regierungstreue Truppen oder das russische Militär kämpfen. Sie zögere aber nicht, sich und ihre Verbündeten zu verteidigen. Die syrische Armee bestritt Angriffe auf von den USA unterstützte Rebellen. Stattdessen habe der Kampfjet IS-Stellungen attackiert. Russlands Außenminister Sergej Lawrow forderte die USA nach Berichten russischer Nachrichtenagenturen dazu auf, von einseitigen Aktionen abzusehen. Außerdem kündigte er eine neue Runde von Friedensgesprächen am 10. Juli im kasachischen Astana an.

Das US-Militär hatte wiederholt regierungstreue Einheiten in Syrien wie vom Iran unterstützte Kämpfer angegriffen, die Streitkräfte der Anti-IS-Koalition und deren Partner bedroht hätten. Von den USA unterstützte Rebellen haben Rakka umzingelt und mehrere Gebiete von der IS-Miliz erobert. Zugleich rückt aber auch die syrische Armee immer weiter in der gleichnamigen Provinz Rakka vor. Parallel zu der Offensive des von US-geführten Luftangriffen unterstützten kurdischen Bündnisses auf Rakka läuft inzwischen auch die entscheidende Phase der Schlacht um die nordirakische IS-Hochburg Mossul.

Unter Beschuss kam die IS-Miliz auch durch den Iran, der wie Russland auf Assads Seite steht. Die Revolutionsgarden hätten militante Gruppen in der Region Deir al-Sor in Ost-Syrien angegriffen, berichtet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Sonntagabend. Dabei sei eine große Zahl Extremisten getötet und deren Waffen und Ausrüstung zerstört worden.

Bei Anschlägen auf das iranische Parlament und das Grabmal von Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Chomeini waren am 7. Juni in Teheran 18 Menschen getötet worden. Der IS hatte die Attentate für sich reklamiert. Es war der erste große Anschlag der sunnitischen Extremisten im schiitisch geprägten Iran. 1p1p


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