Christoph Leichtweiß ist geschäftsführender Gesellschafter von zwei Unternehmen der YPOS-Gruppe. 
(c) YPOSChristoph Leichtweiß ist geschäftsführender Gesellschafter von zwei Unternehmen der YPOS-Gruppe.
(c) YPOS

solvent, Vorsorge

Gute Stimmung in der Wirtschaft – Implikationen für Anleger

Die gute Stimmung in der Wirtschaft der Eurozone hat überrascht. Sie ist auf den höchsten Stand seit dem Ausbruch der globalen Finanzkrise gestiegen. Grundsätzlich ist dies ein positives Zeichen. Auch die Arbeitslosenquote zeigt eine positive Entwicklung. Dennoch sollten Anleger keine Reaktion der Notenbank in Form steigender Zinsen erwarten.

Gute Stimmung und fallende Arbeitslosenquoten

Auch die Arbeitslosenquote ist nach der offiziellen Definition gefallen. Sie beträgt aktuell 9,1 Prozent und zeigt vom Trend ein sehr erfreuliches Bild.

Dieses positive Gesamtbild darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Lagen in den Mitgliedsländern sehr unterschiedlich aussieht. Während man in Deutschland eine Quote von 3,9 Prozent aufweist haben andere Länder deutlich höhere Arbeitslosenquoten zu vermelden. Auch das Thema der Jugendarbeitslosigkeit stellt nach wie vor ein großes Problem in den südlichen Ländern der Eurozone dar.

Die die positive Stimmung in der Wirtschaft und die gesunkene Arbeitslosenquote sind neue Argumente für die Befürworter des Ausstiegs aus der sehr expansiven Geldpolitik. Allerdings sind die aktuelle Inflationsrate und die langfristigen Inflationserwartungen deutlich unter dem Ziel der Notenbank. Auch der wiedererstarkte Euro sollte inflationsdämpfend wirken. Zudem belastet er die Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Exporteure.

Fazit und Fragen für Anleger

  • Die Aufwertung des Euro hat unterschiedliche Auswirkungen auf das Portfolio
  • Dies belastet global aufgestellte Portfolios aktuell, aber jetzt nicht blind hinterherlaufen
  • Wirtschaftliche Entwicklung erfreulich, strukturell noch sehr viel zu tun
  • Arbeitslosenquote erfreulich, aber starker Euro dämpft Zinsphantasien
  • Aufgrund der sehr niedrigen Zinsen müssen sowohl das Depot, als auch die Altersvorsorge auf den Prüfstand

Wir freuen uns über Diskussionen und Ihre Kommentare.
Wie in jeder Gemeinschaft ist es notwendig, dass sich alle Teilnehmer an die Netiquette halten. Durch Ihre Kommentare sollen interessante, gewinnbringende Debatten entstehen, an denen sich andere Nutzer gerne beteiligen. Beleidigungen und Schmähreden sind deshalb ebenso tabu wie Diskriminierungen und die unerlaubte Veröffentlichung persönlicher Daten. Bitte verstecken Sie sich auch nicht hinter Pseudonymen, sondern benutzen Sie Klarnamen.

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

CAPTCHA-Bild

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Lesen Sie weiter


solvent, Vorsorge

ifo-Index – Stimmung in der Wirtschaft super, Sparer profitieren nicht

Der aktuelle ifo-Geschäftsklimaindex bestätigt die sehr gute Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Allerdings sind die Zinsen für die starke Wirtschaft viel zu niedrig. Das private Geldvermögen leidet unter den niedrigen Zinsen, aber profitiert nicht von der boomenden Wirtschaft. Zudem stellt sich die Frage, ob eine höhere Inflation nicht der Preis für die aktuell sehr rosige Situation sein wird.