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entspannt

Eine Kurswende ist nicht in Sicht!

Eine Markteinschätzung vom Herausgeber der „Börsensignale“. 

Obwohl immer wieder vor einem scharfen Kurseinbruch gewarnt wird, geben die Daten das bis jetzt nicht her. Gut, der Dax pendelt seit November zwischen 12.800 und 13.200. Aber das deutet nur darauf hin, dass der Spielraum nach oben offenbar nicht mehr sehr groß ist. Denn die Aktienkurse sind im historischen Vergleich deutlich überbewertet. Das hat freilich auch den Grund, dass es bei Anleihen kaum mehr Zinsen gibt und der Edelmetallmarkt sehr schwach ist. Hohe Gewinne konnte man nur bei den sogenannten Kryptowährungen wie Bitcoin machen. Aber das dürfte auch bald ein Ende finden. Jedenfalls sind diese Kurse nicht berechenbar und vermutlich leicht zu manipulieren. So bleibt derzeit nur der Aktienmarkt. Aber zu bedenken ist, dass sehr viele Anleger auf dem Sprung sind, auszusteigen, sobald sich eine Wende anbahnt. Die ist anhand unserer Signale im Moment nicht zu sehen. Wir analysieren:

a) die Zinsstruktur („lange“ minus „kurze“ Zinsen) im gleitenden Durchschnitt,
b) das Trendsignal der Aktienindizes, repräsentiert durch den Nasdaq Composite, den Dow Jones Utility und den Dax sowie
c) die Mehrheit der Signale von fünf Indikatoren.

Zinsstruktur (positiv): Der Zinsabstand zwischen langen und kurzen Zinsen ist weiter leicht auf 0,47 Punkte gestiegen. Solange die langen Zinsen deutlich höher bleiben als die kurzen, droht jedenfalls keine Weltrezession.

Trendsignal (positiv): Die Aktienindizes sind im Aufwärtstrend. Sie müssten weit abstürzen, um eine Baisse zu signalisieren.

Anleihezinsen (positiv): Die Anleihezinsen bleiben auf niedrigem ­Niveau. Die zehnjährigen US-Zinsen sind trotz US-Leitzinsanhebungen immer noch sehr tief. Sie müssten kräftig steigen, um ein Warnsignal für den Aktienmarkt zu geben.

Ölpreis (negativ): Der Ölpreis (Brent) hält sich über 60 US-Dollar. Da dies für Unternehmen und Verbraucher höhere Kosten bedeutet, ist dies negativ zu werten. Aber auch hier gilt, dass ein Ölpreisstand von lediglich 60 bis 70 Dollar noch keine Gefahr für die Konjunktur bedeutet.

CRB-Index (negativ): Beim CRB-Index beobachten wir längerfristige Trends. Nach einer Aufwärtsbewegung im Jahr 2017 liegt er nun oberhalb des Vorjahresniveaus. Das könnte der Beginn einer inflationären Entwicklung sein. Solange die anderen Indikatoren positiv sind, besteht – noch – kein Grund zur Sorge.

US-Dollar (positiv): Der US-Dollar hat sich gegenüber dem Euro erholt. Der Grund ist der wachsende Zinsabstand zwischen Dollar und Euro, vor allem im kurzfristigen Bereich. Ein steigender US-Dollar war in der Vergangenheit meist ein Hausse-Faktor, vor allem für europäische Exporteure.

Saisonfaktor (positiv): Seit 27. Oktober ist das oft schwierige Sommerhalbjahr beendet. In den Wintermonaten hat es nur in Ausnahmejahren eine Aktienbaisse gegeben, zuletzt 2007/8 und 2008/9.

Fazit: Das Gesamtsystem fällt mit 3:0 positiv aus. Es gilt aber auch während der meist freundlichen Wintermonate, die Bewegungen am Aktienmarkt genau zu verfolgen. Auf 100 Prozent Aktien im Depot sollte man weiterhin nicht gehen. Es bleibt dabei, dass das jetzige Kursniveau zu hoch ist. Deshalb sollten sich Anleger darauf einstellen, bereits ab Mai 2018 umfangreiche Verkäufe tätigen zu müssen. So lange aber kann momentan mit einem weiteren Aufschwung gerechnet werden. Mehr Details unter: www.boersensignale.de

* Dieses Börsensignal richtet sich nach der Mehrheit von fünf Einzelindikatoren, die im jeweiligen Monat entweder positiv, neutral, oder negativ sind.


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