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Seitenblick

Die Welt vor der Haustür

Anuga, Bauma, Cebit, Drupa, IFA oder Medica – ein Blick in den Messekalender zeigt: Deutschland ist Messeland Nummer eins. Gut zwei Drittel der global führenden Branchentreffen finden hierzulande statt. Nirgendwo sonst auf der Welt öffnen jährlich vergleichbar viele internationale Leitmessen ihre Tore.

Kein Wunder, dass der Branchenverband AUMA damit wirbt, in Deutschland könne man den Weltmarkt von zu Hause aus erobern. Ganz so einfach ist es sicher nicht, aber unrecht hat der Ausstellungs- und Messe­-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft auch nicht. Studien belegen, dass Unternehmen, die regelmäßig auf Messen ausstellen, einen Exportanteil von 33 Prozent am Gesamtumsatz aufweisen. Nicht-Aussteller exportieren lediglich zehn Prozent ihrer Waren, wobei aus den Untersuchungen nicht hervorgeht, ob sie generell weniger Außenhandel treiben oder ob es daran liegt, dass sie keine Messen besuchen. Gesichert ist hingegen, dass mehr als drei Viertel der Aussteller auf Messen ihre Chance zur Neukundengewinnung, Steigerung der Bekanntheit und Vorstellung neuer Produkte oder Leistungen nutzen.

Vorausgesetzt, sie können es sich leisten. Denn als Argumente gegen eine Messebeteiligung nannten Geschäftsführer, Vertriebs- und Marketingverantwortliche vor allem: kein Bedarf und zu hohe Kosten. Tatsächlich veranschlagen ausstellende Unternehmen für das Jahr 2018 einen durchschnittlichen Etat von mehr als 140.000 Euro. Dass es aber auch günstiger geht und es bei kleinen und mittleren Unternehmen viel mehr auf das Kommunikationskonzept als auf ausgefallene Standkonstruktionen, teure Exponate und exklusives Catering ankommt, lesen Sie in unserer aktuellen Titelgeschichte.

Christian Raschke
Chefredakteur


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