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»Wie Ärzte erzogen werden … «

Vorbei sind die Zeiten, als Halbgötter in Weiß den Studenten am Krankenbett ihren Erfahrungsschatz weitergaben. Die frühere „eminenz-basierte“ Medizin wurde von der „evidenz-basierten“ Lehre abgelöst. Sie beruft sich auf die Ergebnisse empirischer Untersuchungen und nicht auf Einzelerfahrungen. Prinzipiell ein guter Gedanke – zumindest in der Theorie. 

Von der Theorie nun zur Praxis: 90 Prozent der Studien, die die Wirksamkeit eines Medikaments beweisen sollen, werden von jener Pharmafirma beauftragt, die dieses Präparat herstellt und vertreibt. Höflich ausgedrückt, fallen die Ergebnisse jeweils erstaunlich positiv aus. Man spricht von gesponserten Studien, da kein unabhängiger Auftraggeber wie die öffentliche Hand die Mittel für objektive Untersuchungen zur Verfügung stellt. Und selbst wenn im unabhängigen Auftrag im Rahmen einer Meta­­analyse Hunderte Untersuchungen zu einem Thema statistisch ausgewertet werden, fasst man doch nur wieder die Ergebnisse gesponserter Studien zusammen. Weil das schon relativ lange so funktioniert, wurden wohlmeinende Ärzte zur Studiengläubigkeit erzogen. Sie vertrauen blind dem Goldstandard, der vermeintlich evidenzbasiert bestimmte Behandlungsverfahren für die jeweiligen Krankheitsbilder festlegt.

Besser mit Lehrbuchwissen

Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. Wie will man Krankheiten heilen, wenn man immer nur mit Medikamenten das Symptom bekämpft? Für mein Behandlungskonzept, jeden Menschen nur mit den natürlichen Substanzen zu therapieren, aus denen er selbst besteht, gibt es keine Studien. Denn diese Zusammenhänge stehen in jedem Lehrbuch der Biochemie. Dort kann sowohl der Fachmann als auch der interessierte Laie nachlesen, dass bestimmte essentielle Aminosäuren beispielsweise für die gesunde Funktion des Gehirnstoffwechsels zwingend zur Verfügung stehen müssen. Gibt es bei diesen lebensnotwendigen Stoffen einen Mangel, erlahmt die Produktion wichtiger Botenstoffe. Gegen die so entstehenden Symptome gibt es dann Medikamente. Die Ursache bleibt unerkannt und unbehandelt. Mit den wirklich heilsamen und lebensnotwendigen Substanzen beschäftigt sich keine Pharmafirma.

Lehrbuchwissen benötigt keine Studien. Chronische Infekte, Müdigkeit, Haarausfall, Tinnitus, mangelnder Antrieb, depressive Stimmung, unerfüllter Kinderwunsch et cetera beruhen fast immer auf unerkannten Mangelzuständen. Da lebensnotwendige Stoffe von der etablierten Medizin aber nie gemessen werden, fällt der Mangel nicht auf.

Brüder im Geiste

Für meine ärztliche Arbeit benötige ich keine Studien und erst recht keine Pharmareferenten. Die haben bei mir Hausverbot. Darum freue ich mich immer, wenn ich Brüder im Geiste finde, die das System und das Milliardengeschäft, das damit bedient wird, durchschauen. Hier bitte ich um die andächtige Lektüre des folgenden Zitates: „Als Arzt im Ruhestand kann ich ehrlich sagen, dass – außer Sie sind in einer akut ernsten Situation – Ihre beste Chance, ein hohes und reifes Alter zu erreichen, darin liegt, Ärzte und Krankenhäuser zu meiden und sich über Ernährung und andere Formen der natürlichen Medizin schlau zu machen. Fast alle Medikamente sind giftig und nur dafür entwickelt worden, Symptome zu behandeln, und nicht, um irgendjemanden zu heilen. Die meisten chirurgischen Eingriffe sind unnötig. Kurz gesagt, unser offizielles medizinisches System ist hoffnungslos unpassend und/oder korrupt. Die Behandlung von Krebs und degenerativen Erkrankungen ist ein nationaler Skandal. Je eher Sie das begreifen, desto besser wird es Ihnen gehen.“ So sprach der Onkologe Dr. Allan Greenberg bereits 2002.

Aus meiner Sicht ist dem nichts hinzuzufügen. Nutzen wir die unbestrittenen Fortschritte der Medizin bei akuten Erkrankungen wie Lungenentzündung oder Blinddarmdurchbruch. Bei anderen (medikamentösen) Behandlungen ist Vorsicht angesagt. Fast immer gibt es gesunde Alternativen mit großer Wirkung – aber ohne Lobby.

Zur Person
Dr. Michael Spitzbart ist Arzt sowie Sachbuchautor und leitet ein Zentrum für ursachenbezogene Diagnostik und Therapie.


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