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Daimler-CEO Zetsche kassiert 8,6 Millionen Euro

Daimler-CEO Dieter Zetsche hat 2017 deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Doch den Gehaltsdeckel des Autokonzerns erreicht er nicht.

Daimler-CEO Dieter Zetsche hat 2017 ein Gehalt von 8,6 Millionen Euro verdient. Damit streicht der Auto-Boss rund eine Million Euro Jahressalär mehr ein als im Vorjahr, wie aus dem am Dienstag publizierten Geschäftsbericht des Autokonzerns hervorgeht hervorgeht. Das Gehalt erreicht Zetsche nur durch üppige Bonuszahlungen – sein Grundgehalt liegt bei rund zwei Millionen Euro.

Für die Erreichung von kurz- und mittelfristigen Zielen, die sich an Kennziffern wie Umsatz und Gewinn orientieren, bekommt Zetsche zusätzlich etwa drei Millionen Euro. Hinzu kommt ein Aktienpaket im Wert von 2,6 Millionen.

2015 hatte Zetsche jedoch noch deutlich mehr verdient: Damals waren es 9,7 Millionen. Top-Verdiener hinter Zetsche ist Daimler-Finanzchef Bodo Uebber. Er erhält ein Jahresgehalt von rund vier Millionen. Insgesamt zahlt Daimler dem gesamten Vorstand rund 33 Millionen Euro.

Zetsche hatte Daimler zu einem Rekordjahr geführt: 2017 haben die Stuttgarter so viele Autos verkauft, wie noch nie. Der Umsatz kletterte um sieben Prozent auf 164,3 Milliarden Euro. Der Gewinn stieg gar um 23 Prozent auf knapp elf Millionen Euro.

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hatte bereits vorab berichtet, dass der Daimler-Chef an einen Gehaltsdeckel stößt. Aus den Rekordwerten für Umsatz und Gewinn stünde Zetsche ein Bonus zu, der sein Gehalt auf weit über 10 Millionen Euro getrieben hätte, heißt es in dem Bericht. Dies werde jedoch dadurch verhindert, dass das Unternehmen vor einiger Zeit eine Deckelung der Managergehälter beschlossen hat.

Das Rekord-Jahr für Daimler und Dieter Zetsche wird jedoch von immer neuen Vorwürfen im Dieselskandal überschattet: So wurde kürzlich bekannt, dass die Stuttgarter gemeinsam mit BMW und VW die Lobbyorganisation EUGT finanziert, in deren Auftrag in den USA mehrere Affen über Stunden Dieselabgase einatmen mussten. Daimler hatte deswegen den verantwortlichen Leiter Umweltschutz, Udo Hartmann, freigestellt.

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