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EU-Kommission will Banken bei Problemkrediten in die Pflicht nehmen

Europäische Banken sollen in Zukunft keine faulen Kredite mehr ansammeln dürfen. Pläne der EU-Kommission sehen eine Abschreibung in zwei Zeitspannen vor.

Banken in der Europäischen Union sollen nach den Plänen der EU-Kommission stärker gegen faule Kredite in ihren Bilanzen vorgehen. Künftig sollen Geldhäuser neue unbesicherte Problemdarlehen binnen zwei Jahren und neue Darlehen, für die Sicherheiten gestellt worden sind, schrittweise binnen acht Jahren abschreiben, wie aus einem Vorschlagsentwurf der EU-Kommission hervorgeht, den Reuters am Dienstag einsah. Stichtag für die neuen Regeln sei Mittwoch, der 14. März. Die EU-Länder müssen dem Vorhaben der EU-Kommission noch zustimmen.

Die EU-Kommission will mit den neuen Vorgaben erreichen, dass Banken nicht mehr wie nach der Finanz- und Euro-Schuldenkrise hohe Bestände an Problemdarlehen auftürmen. Für den Altbestand an faulen Krediten in den Bankbilanzen sollen die geplanten Vorgaben nicht gelten. Ende des dritten Quartals 2017 schleppten allein die großen Geldhäuser in der Euro-Zone noch faule Kredite im Umfang von 759 Milliarden Euro mit sich herum. 1p1p


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