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entspannt, Leben

3:0 für steigende Kurse

Eine Markteinschätzung vom Herausgeber der „Börsensignale“.

Es ist zu vermuten, dass die beiden Korrekturen Anfang Februar und März nun eine Art „Doppelboden“ bilden. Es handelt sich um keinen „Crash“, wie manche Kommentatoren etwas voreilig verkündeten. Es ist davon auszugehen, dass die Korrektur zunächst nicht tiefer geht und noch einmal eine Erholung bis Ende April stattfindet. Denn die Monate März und April gehörten in der Vergangenheit zu den freundlichsten Börsenmonaten. Außerdem müssen Sie sich ja nur unsere Indikatoren ansehen: Sie geben weiterhin grünes Licht für den Aktienmarkt. Wir blicken auf die maßgeblichen Indikatoren des Gesamtsystems und schauen bekanntlich auf:

a) die Zinsstruktur („lange“ minus „kurze“ Zinsen) im gleitenden Durchschnitt,
b) das Trendsignal der Aktienindizes, repräsentiert durch den Nasdaq Composite, den Dow Jones Utility und den Dax sowie
c) die Mehrheit der Signale von fünf Indikatoren.

Wie dürfte es also weitergehen an den Märkten?

Zinsstruktur: Auch wenn der Zinsabstand zwischen den langen und kurzen Zinsen in den USA zuletzt geringer geworden ist, bleibt unsere Zinsstruktur (aktuell 0,50) noch ungefährdet im Plus. Rezessionsgefahren sind nicht auszumachen.

Trendsignal: Zwar sind der Dow-Utility-Index und der Dax schwach. Aber ein Verkaufsignal des Nasdaq käme erst bei 6.426 Punkten. Das liegt noch in einiger Ferne. Daher bleibt der mittel­fristige Trend am Aktienmarkt ­positiv. Die Regel lautet ja, dass ­alle drei Indizes einen negativen Trend aufweisen müssen, damit dieser Indikator dreht.

Anleihezinsen: Unser Indikator bleibt negativ. Auch wenn die US-Anleihezinsen momentan nicht weiter gestiegen sind, sind Zinspapiere dennoch auf dem Weg, zur ernsten Alternative für Aktien zu werden.

Ölpreis: Ein Aufwärtstrend des Ölpreises (Brent derzeit um die 65-US-Dollar-Marke) ist kurzfristig nicht in Sicht. Daher gibt unser Indikator weiterhin ein Kaufsignal.

CRB-Index: Auch der CRB-Index, der die Rohstoffpreisentwicklung anzeigt, gibt grünes Licht. Denn im Jahresvergleich zeigt er eine eher sinkende Tendenz. Ernste In­flationsgefahren sind nirgends zu erkennen.

US-Dollar: Der Trend des US-Dollars bleibt schwach, auch wenn er die Marke 0,80 Euro gehalten hat. Für eine positive Wende müsste er jedoch auf über 0,8511 Euro steigen.

Saisonfaktor: März und April zählen noch zu den Monaten, die vom Aktienmarkt sehr bevorzugt werden. Erst Ende April dreht dann dieser Indikator nach unten.

Fazit: Es ist weiterhin unnötig, jetzt schon panikartig alle Aktien zu verkaufen. Unser Gesamtsystem spricht für steigende Kurse, zumindest noch bis ­Ende April. Eine Baisse ist noch nicht in Sicht. Wir sollten also geduldig sein und auch den traditionell starken Börsen­monat ­April abwarten. Vorläufig ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es erst im Verlauf des kommenden Sommerhalbjahrs wirklich gefährlich wird. Momentan bleibt es beim Stand von 3:0 für wieder steigende Kurse.


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