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Tokioter Börse kommt kaum vom Fleck

An der Börse in Tokio stand am Dienstag das Unternehmen Takeda im Rampenlicht: Nach vorherigem Absturz ging es für die Aktien wieder bergauf.

Der anhaltende Handelsstreit mit den USA hat an den Börsen in Asien das überraschend starke Wachstum der chinesischen Wirtschaft überschattet. Außerdem drücke der Syrien-Konflikt weiter auf die Stimmung, sagte Volkswirt Kota Hirayama vom Vermögensverwalter SMBC Nikko Securities. Die chinesische Börse in Shanghai verlor am Dienstag 0,5 Prozent. Im ersten Quartal stieg das Bruttoinlandsprodukt der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft um 6,8 Prozent. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 6,7 Prozent gerechnet.

In Tokio kam der japanische Leitindex Nikkei kaum vom Fleck und trat bei 21.847,59 Punkten auf der Stelle. Der breiter gefasste Topix verlor 0,36 Prozent auf 1730 Zähler. Die Anleger hielten sich mit ihren Engagements zurück, sagten Händler.

‘Japans Premier Shinzo Abe steckt im Umfragetief, und die Exportnation leidet unter der Gefahr eines Handelskriegs’, sagte Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank. ‘Abes heutiges Treffen mit US-Präsident Donald Trump könnte frische Impulse geben.’

Bei den Unternehmen stand Takeda im Rampenlicht. Der japanische Pharmakonzern ist an einer Übernahme des britischen Rivalen Shire interessiert. Dieser verkaufte sein Krebstherapiegeschäft für zwei Milliarden Euro an den französischen Konkurrenten Servier. Takeda-Aktien, die wegen den Kosten einer möglichen Shire-Übernahme in den vergangenen Wochen gut neun Prozent verloren hatten, gewannen zwei Prozent.

Außerdem sprangen die Aktien von Olympic zeitweise um sechs Prozent in die Höhe. Das Unternehmen erwartet im Geschäftsjahr bis Februar 2019 nun überraschend einen Gewinn. Zuvor war der Einzelhändler noch von einem Fehlbetrag ausgegangen.

Der Euro legte im fernöstlichen Handel leicht zum Dollar zu. Die europäische Einheitswährung wurde am Morgen bei 1,2385 Dollar gehandelt. Zum Yen gab die US-Währung auf 106,91 Yen nach. Der Schweizer Franken notierte bei rund 0,9594 Franken je Dollar und bei etwa 1,1888 Franken je Euro.

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