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Linde verkauft Pflegespezialisten Remeo Deutschland vor Fusion mit Praxair

Der Gasekonzern verkauft seine auf Pflege spezialisierte Tochter an die Deutsche Intensivpflege Holding und optimiert so sein Portfolio.

Vor der Fusion mit Praxair zum weltgrößten Gasekonzern feilt Linde am Portfolio. Die Münchener verkaufen ihre Tochter Linde Remeo Deutschland GmbH an die Deutsche Intensivpflege Holding (DIH). Das Unternehmen mit Sitz in Dresden ist auf die außerklinische Intensivpflege und Heimbeatmung von Patienten spezialisiert.

Kunden mit Atemwegserkrankungen werden zum Beispiel im Anschluss an eine Behandlung auf der Intensivstation längerfristig in Remeo-Gesundheitszentren oder in Wohngemeinschaften oder zuhause weiter beatmet und betreut. Remeo ist in Deutschland mit rund 200 Mitarbeitern an sieben Standorten aktiv.

Nach Informationen des Handelsblatts aus Industriekreisen kommt Remeo in Deutschland auf etwa 15 bis 20 Millionen Euro Umsatz. Weltweit sei Remeo in etwa einem Dutzend Ländern mit eigenen Standorten aktiv und erziele mit rund 2000 Beschäftigten Erlöse von 70 bis 80 Millionen Euro. Auch für die übrigen Aktivitäten werde ein Käufer gesucht.

Nach Einschätzung in Industriekreisen hätte Linde wohl auch ohne die Fusion mit Praxair einen Käufer für das personalintensive Geschäft gesucht, das nicht zum engeren Kern der Gesundheitsgase-Sparte gehört. Das Betreiben von Pflegeeinrichtungen sei etwas anderes als die Lieferung von Gesundheitsgasen. Das Portfolio werde kontinuierlich optimiert.

Die Gesundheitsgase-Sparte hatte der Konzern vor einigen Jahren durch den milliardenschweren Zukauf von Lincare gestärkt. Allerdings litt die Einheit zuletzt unter Preisregulierungen in den USA. Fusionspartner Praxair konzentriert sich auf Geschäft mit Industriegasen, daher müssen sich die Gesundheitsgase im neuen Konzern erst einmal behaupten. Linde Healthcare erwirtschaftete zuletzt einen Umsatz von etwa 3,4 Milliarden Euro.1p1p


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