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Stärkung der Arbeitnehmerrechte – Dussmann fürchtet um Zeitverträge

Die GroKo will befristete Verträge einschränken. Dem steht Dussmann skeptisch gegenüber – denn diese seien notwendig, da auch Aufträge befristet seien.

Der Dienstleistungskonzern Dussmann fürchtet geplante stärkere Arbeitnehmerrechte. Man sehe Pläne der schwarz-roten Koalition mit Sorge, befristete Verträge einzuschränken, sagte Vorstandssprecher Wolfgang Häfele am Donnerstag. ‘Es ist notwendig, dass wir weiterhin befristet Mitarbeiter einstellen können, denn unsere Aufträge sind auch befristet.’ Das sei ein Anliegen der ganzen Branche. Auch das geplante Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit sieht Dussmann kritisch.

Das Familienunternehmen mit weltweit gut 64.000 Beschäftigten verdient sein Geld unter anderem mit Hausmeisterdiensten, Wachschutz, Putzkräften, Pflege und Kinderbetreuung. 2017 verfehlte die Dussmann Group ihr Ziel, den Umsatz um 5 Prozent zu steigern. Häfele führt das darauf zurück, dass die Führung gewechselt habe und ein Zukauf aus strategischen Gründen abgeblasen wurde.

Der Jahresumsatz von 2,2 Milliarden Euro entsprach einem Zuwachs um 4,4 Prozent, wobei vor allem das Auslandsgeschäft zulegte. Die Profitabilität ließ leicht nach: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) betrug im Verhältnis zum Umsatz 4,8 Prozent nach 5,8 Prozent im Vorjahr. Ein Jahresergebnis gibt der Konzern nicht bekannt.

Häfele sprach von einem sehr ordentlichen Jahr und erinnerte daran, dass der Konzern schuldenfrei sei. ‘Dussmann wächst und gedeiht’, betonte Stiftungsratschefin Catherine von Fürstenberg-Dussmann. Bis 2023 will der Konzern das Kerngeschäft Immobilienbewirtschaftung verbessern. Wachstum soll es dabei vor allem im Mittleren Osten geben. Auch ambulante Pflegeangebote und Kindergärten sollen ausgebaut werden.1p1p


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