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Schimpansen vs. Deutsche Gesellschaft für Ernährung

Seit Langem besteht ein Streit darüber, welche täglichen Vitaminmengen richtig und wichtig sind.

Die Einen – allen voran die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) – vertreten die Meinung: Wer zusätzlich Vitamine einnimmt, der produziert lediglich teuren Urin. Man brauche nur die minimale Menge von beispielsweise 75 mg Vitamin C einzunehmen, um gerade nicht am Skorbut zu sterben. Das andere Lager vertritt die Auffassung: Zwischen gerade nicht sterben und maximaler Leistungsfähigkeit besteht ein deutlicher Unterschied. Der 1993 im Alter von 93 Jahren verstorbene Biochemiker und zweifache Nobelpreisträger Linus Pauling propagierte schon lange viel höhere Vitaminmengen im Blut, als das bei uns empfohlen wird. Er vertrat die Auffassung: Wer möglichst gesund und leistungsfähig bleiben möchte, besser entgiften und sich vor krebserregenden freien Radikalen schützen will, der braucht mehr Vitamin C. Wer hat nun Recht? Der neutrale Schiedsrichter kann da nur die Natur sein.

Wussten Sie, dass alle Tiere Vitamin C selbst produzieren und darum nicht auf die Zufuhr von außen angewiesen sind? Tiere produzieren Vitamin C mit einem winzigen Stoffwechsel schritt aus Glukose. Und das rund um die Uhr, ein ganzes Leben lang. Ausnahmen der Regel sind das Meerschweinchen, der Mensch und die art verwandten Primaten. Wir sind auf die Vitamin-C-Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Tiere produzieren eine durchschnittliche Menge von 10 Gramm Vitamin C täglich, umgerechnet auf die Größe und das Gewicht des Menschen. Mäuse produzieren weniger, Elefanten mehr.

Amerikanische Forscher kamen auf die Idee, einmal zu messen, wie viel Vitamin C unsere nächsten Artverwandten, die Primaten, täglich über die Nahrung aufnehmen. Das Ergebnis: Schimpansen beziehen über frisches Obst, Blätter und Schößlinge (Gemüse) täglich 10 Gramm Vitamin C. Uns empfiehlt die DGE 75 mg, also nur ein 133stel dieser Menge. Wer macht da etwas falsch? Der Schimpanse oder die DGE? Ich vertrete wie die Natur die Auffassung, dass uns diese natürlichen hohen Dosen an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen gut tun.

Auch heute noch gilt der weise Satz des griechischen Arztes Hippokrates: “Nahrungsmittel seien eure Heilmittel und Heilmittel seien eure Nahrungsmittel”. Leider haben sich unsere Lebensumstände und Nahrungsmittel seit dem Altertum rapide verändert. Wir essen weniger und kochen mehr als der Schimpanse – und beim Kochen zerstören wir die Vitalstoffe. Darum halte ich die zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungen grundsätzlich für richtig, und das Angebot dieser Zusatzstoffe ist mittlerweile unüberschaubar groß. Diesen Dschungel müssen wir sortieren. Wer in den USA schon einmal Vitamine einer auch in Deutschland vertretenen Marke gekauft hat, weiß, wie groß die Pillen dort sind. In Deutschland sind Tabletten vom gleichen Hersteller deutlich kleiner – bedingt durch unsere niedrigen Grenzwerte. Höher dosiert als reine Nahrungsergänzungen sind da die so genannten ergänzenden bilanzierten Diäten, die vor der Zulassung ähnlich wie Medikamente erst Studien und Versuchs reihen durchlaufen müssen. Ein bekanntes Unternehmen ist in Deutsch land Vorreiter für höher dosierte Vitalstoffmischungen. Doch selbst diese Kombination reicht heute zumindest für Kopfarbeiter kaum noch aus, da hier die wichtigen essenziellen gehirnaktiven Eiweißbausteine fehlen. In einem von mir geschätzten Produkt sind neben den hoch dosierten Vitalstoffen auch noch Eiweißbausteine für den Gehirnstoffwechsel vorhanden. Aus den gehirnaktiven Aminosäuren bildet der Körper nämlich Neurotransmitter für das Gehirn, die uns mental belastbar machen, für gute Laune und den nötigen inneren Antrieb sorgen. Denn leider haben die meisten von uns heute mehr Stress als die Schimpansen. Dadurch werden die wichtigen Eiweißbausteine vermehrt verbraucht – wodurch die Hormonproduktion sinkt. Die Folgen sind mentale Erschöpfungszustände, die selbst vor Größen wie Ralf Rangnick nicht halt machen. Am 28. September 2011 titelte die Ärzte-Zeitung: “Explosive Zunahme psychischer Erkrankungen!” – Laut dem wissenschaftlichen Institut der AOK bedeutet das 1.8 Millionen Fehltage bedingt durch Burnout, für die Wirtschaft ein Produktionsausfall von 26 Milliarden Euro im Jahr.

Leider komme ich mir vor wie der einsame Rufer in der Wüste, wenn ich immer wieder auf den Zusammenhang zwischen steigender psychischer Belastung und einem Mangel an gehirnaktiven Aminosäuren hinweise. Aus meiner Praxis weiß ich durch tägliche Messungen, wie stark die Defizite häufig sind. Umgekehrt ist es immer wieder erfreulich zu sehen, wie Belastbarkeit, Lebensfreude und innerer Antrieb mit mehr Aminosäuren wieder erwachen. Darum gehören für mich diese gehirnaktiven Eiweißbausteine zu einer modernen Nahrungsergänzung zwingend dazu.


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Kommentare

  1. Hallo,

    seit ich täglich einige Gramm Vit C esse ist der Zustand meiner Gesichts-Haut deutlich verbessert und ich meine, der Zustand meiner Bandscheiben hätte sich verbessert. Ich bin uneingeschränkt beweglich.

    Ich esse seit einem Jahr täglich einen Teelöffel Kreatin und Taurin und habe dadurch Probleme mit der Gallenblase vollständig rückgängig gemacht und meinen Blutdruck gemindert.

    Ich bin somit zu der Überzeugung gelangt, dass gezielte Vitamingaben und Aminosäurengaben den Gesundheitszustand insbesondere eines Menschen jenseits der 60 deutlich verbessern können.

    E. A. Bender

    Antworten

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