C:UsersErnstDocumentsVincent_Suenderhauf_GF_Vadis_Media.jpg

    erfolgreich, Kolumne, Personal

    Was Geschäftsführer beim Reputationsmanagement beachten sollten

    Gerne würde Herr Brandtner angemessen reagieren, doch er fühlt sich mit der Situation überfordert, zumal er die Angelegenheit durch eigenes Zutun offenbar nur noch verschlimmert.

    Die Situation ist vielen Unternehmern nicht unbekannt. Gerade Kunden, die stark verärgert sind, nutzen gerne das Internet, um dem Frust freien Lauf zu lassen. Die Reaktion fällt in manchen Fällen überraschend heftig aus. Für Unternehmen ist dieses mitunter ein echtes Problem, denn sich zu wehren ist nicht immer ganz einfach.

    Viele “Baustellen” beim Online-Reputationsmanagement

    Der “digitale Leumund” der Unternehmen ist in Zeiten von Kundenrezensionen und Verbraucherblogs besonders wichtig. Im Internet gelten allerdings andere Kommunikationsregeln als im persönlichen Umgang. Der vergleichsweise lockere Umgangston bietet nicht nur Möglichkeiten, sondern birgt auch Gefahren – und ist ein Nährboden für Missverständnisse.

    Bei der Unternehmenskommunikation im Internet ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn die User haben viele Möglichkeiten, den eigenen Standpunkt unwidersprochen darzulegen. Ein paar Grundregeln helfen allerdings, das Schlimmste zu verhindern.

    1. Social Media bei Problemen meiden

    Facebook, Google Plus und Co. werden nicht zu Unrecht als das Mittel für die Unternehmenskommunikation gepriesen. Bei Problemen mit Kunden sind diese Kanäle allerdings ungeeignet, denn hier liest die Öffentlichkeit mit! Lässt ein User ordentlich Dampf ab, weil er sich ungerecht behandelt fühlt, kann man dieses schlecht verhindern und sollte auch nicht ignoriert werden. Im ungünstigsten Fall stehen ihm sogar noch andere User bei, womit man schnell in die Enge gedrängt wird.

    2. Vorsicht bei Foren

    Ähnliches gilt für Foren. Die Hürde, beispielsweise etwas Unwahres oder Spekulatives zu behaupten, ist hier ebenfalls niedrig und führt oft zu einer längeren Auseinandersetzung. Dieses ist ungünstig, denn je mehr Beiträge ein Forums-Thema hat, umso höher wird dieser Forumsbeitrag von Google bewertet. Der Beitrag erscheint bei einer entsprechenden Suchanfrage also weit oben.

    3. Monitoring ist unumgänglich

    Was in jedem Fall wichtig ist – und zwar auch, wenn es keine aktuellen Probleme gibt – ist das Monitoring, also das Überprüfen der eigenen Online-Reputation. Viele Geschäftsführer sind der Ansicht, dass nur derjenige eine Online-Reputation besitzt, der auch online agiert. Dieses ist falsch, denn Diskussionen oder Beiträge über das eigene Unternehmen gibt es selbstverständlich auch ohne eigenes Zutun.

    4. Präsent im Web sein

    Um die größtmögliche Kontrolle über die oberen Plätze bei Google und Co. zu haben, lohnt es sich, selbst im Netz aktiv zu sein. Sorgen Sie für Bewegung auf der eigenen Website mit neuen Inhalten und nehmen Sie an Foren-Diskussionen teil – natürlich immer unter Nennung ihres Firmennamens. Dieses ist wichtig, um diese Beiträge bei den Suchmaschinen vor den unerwünschten Beiträgen zu platzieren. Google bewertet Seiten mit viel Content und häufigen Aktualisierungen höher als andere Seiten.

    5. Kontakt zu Kunden halten

    Eine der besten Möglichkeiten des Reputationsmanagements ist nach wie vor die ehrliche und authentische Kommunikation. Eine ehrliche Auseinandersetzung mit auftretenden Problemen wird von vielen Usern sehr geschätzt und mit entsprechend positiven Rückmeldungen belohnt. Und auch ohne ein konkretes Problem kommen freundliche und ehrliche Worte natürlich auch online immer gut an.

    Über den Autoren: Vincent Sünderhauf ist Geschäftsführer der seosupport GmbH. Das Unternehmen aus Berlin ist auf Reputationsmanagement im Online-Bereich spezialisiert.


    Wir freuen uns über Diskussionen und Ihre Kommentare.
    Wie in jeder Gemeinschaft ist es notwendig, dass sich alle Teilnehmer an die Netiquette halten. Durch Ihre Kommentare sollen interessante, gewinnbringende Debatten entstehen, an denen sich andere Nutzer gerne beteiligen. Beleidigungen und Schmähreden sind deshalb ebenso tabu wie Diskriminierungen und die unerlaubte Veröffentlichung persönlicher Daten. Bitte verstecken Sie sich auch nicht hinter Pseudonymen, sondern benutzen Sie Klarnamen.

    Kommentar absenden

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

    CAPTCHA-Bild

    *

    Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

    Lesen Sie weiter