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Bacon, Beacon, wie bitte?

Der Point of Sale wird digital. Diese Botschaft wurde schon oft verkündet. Doch nun geschieht tatsächlich etwas. Und dies ist mehr als spannend. Der Artikel gibt Ihnen einen kurzen Überblick über die Chancen einer neuen Technologie: den Beacons.

Wenn Sie die Grundlagen schon wissen, können Sie direkt weiter unten bei “Was kann man mit einem Beacon machen?” weiterlesen.

Was ist ein Beacon?
Beacons sind kleine Plastikboxen mit ein wenig Technik drin. Die Größe variiert zwischen Streichholz- und Zigarettenschachtel. Sie können mit Batterien bis zu zwei Jahre autark funktionieren, aber auch direkt an eine Stromversorgung angeschlossen sein.

Was macht ein Beacon?
Ein Beacon ist ein Bluetooth-Gerät. Im Grunde kann es mit allen anderen Bluetooth-Geräten, also zum Beispiel Ihrem Handy oder Tablet direkt kommunizieren. Eine App auf Ihrem Handy empfängt das Signal des Beacons und kann Sie damit ziemlich genau orten. Dies funktioniert im Gegensatz zu GPS auch in geschlossenen Räumen sehr gut.

Und dann?
Dann können Sie einen, oder viele Beacons in Ihren Räumlichkeiten verteilen. Aufhängen, hinlegen, ankleben, festschrauben. Ganz davon abhängig, was Sie damit vorhaben.

Was kostet so ein Beacon?
Wenig. Zwischen 10 und 30 EUR, je nach benötigter Qualität.

Was kann man mit einem Beacon machen?
Drei Beispiele sollen exemplarisch für die schier unendlichen Anwendungsszenarien stehen.

  1. Multimediale Indoor-Navigation
    Sie können Ihre Kunden oder Besucher in Ihren Räumlichkeiten oder auf  Ihrem Messestand navigieren. Und nicht nur das: Je nachdem wo jemand steht, können Sie andere Informationen auf dessen SmartPhone bereitstellen. Im Museum könnten dies Informationen über ein Kunstwerk sein, ein Video-Interview mit dem Künstler oder dem Kurator. In Ihrem Point of Sale sind es multimediale Produktinformationen.
    Der Vorteil: Informationen können ortsbezogen, aber stets aktuell und multimedial bereitgestellt werden. Dies spart an vielen Stellen das umständliche und fehleranfällige Ausdrucken und Anbringen von Schildern.
  2. Flächenoptimierung mit Bewegungsprofilen
    Nein, keine NSA-Schnüffelei, sondern datenschutzkonforme Bewegungsprofile sind hier gemeint. Wie bewegen sich Kunden durch Ihr Geschäft, über Ihren Messestand, durch Ihr Museum? Die ersten Versuche mit der neuen Technologie zeigen: Hier sind spannende Überraschungen möglich, mit denen Sie Ihren Point of Sale optimieren können.
    Der Vorteil: Mit einem überschaubaren Investment, können Sie den Nutzen Ihrer Fläche sowohl für Ihre Kunden als auch für Ihren Umsatz optimieren.
  3. Individuelle, personalisierte Angebote
    Ihr Kunde steht zum dritten Mal vor dem DVD-Regal und überlegt, oder er einen Film kaufen soll oder nicht? Warum machen Sie diesem individuellen Kunden in diesem Fall kein persönliches Angebot? Der Aufwand war dafür bisher viel zu groß. Die Kombination aus Beacons + Apps ermöglichen es nun vergleichsweise einfach, orts-, situations- und personenbezogene Informationen und Angebote bereitstellen.
    Der Vorteil: Mit geringem Aufwand, ist ein großer Effekt möglich. Integrieren Sie die digitale Customer-Journey in die Offline-Welt und verbinden Sie damit das Beste beider Welten.

Fazit
Beacons bieten ein breites Feld an sehr praktischen Anwendungsmöglichkeiten. Die drei Beispiele geben da nur einen ersten, kleinen Einblick. Doch Beacons können noch sehr viel mehr: So bieten zum Beispiel PayPal oder Apple neue Bezahlweisen mit Hilfe von Beacons, SmartPhones oder der Apple Watch, die evtl. sogar deutlich weniger Gebühren und Geldmarktkosten mit sich bringen, als die herkömmlichen Wege über Banken.

Die Digitalisierung des Point of Sale ist gerade dabei Fahrt auf zunehmen. Und das ist alles erst der Anfang.


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