Prof. Andreas Kemmner ist geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensberatun Abels & Kemmner GmbH. 
(c) privatProf. Andreas Kemmner ist geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensberatun Abels & Kemmner GmbH.
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Mittelstandsbotschafter

Wer seine Wertschöpfungskette falsch auslegt, riskiert die Produktivität seines Unternehmens

Wer seine Wertschöpfungskette falsch auslegt, riskiert die Produktivität seines Unternehmens. Eine ungünstig gestaltete Architektur der Wertschöpfungskette gehört zu den  drei zentralen leistungswirtschaftlichen Defiziten, auf die wir in unseren Beratungsprojekten regelmäßig stoßen. Mit den anderen beiden notorischen Schwachstellen, einem zu breiten Produkt-Portfolio und einer schlechten Planung und Steuerung des Materialstroms haben wir uns bereits beschäftigt.

Wenn Sie ein Produkt selbst herstellen, dann müssen sich Ihre Ingenieure und Logistiker überlegen, wie sie diesen Herstellungsprozess technisch und organisatorisch gestalten; das Ergebnis kann man als die Architektur der Wertschöpfungskette verstehen. Unter technischen Gesichtspunkten geht es vor allem um die einzusetzenden Fertigungstechnologien und die daraus resultierenden Bearbeitungsschritte des Produktes. Unter logistischen Gesichtspunkten ist unter anderem zu klären,

  • welche Wertschöpfungstiefe der eigene Herstellungsprozess haben soll,
  • in wie vielen Dispositionsstufen das Produkt hergestellt werden soll,
  • wo in der Wertschöpfungskette der Kundenentkopplungspunkt liegen muss und wo er möglichst liegen sollte,
  • in welcher Ablaufart die Teilefertigung (Werkstatt- oder Fließfertigung) arbeiten sollte.

Designelemente der Architektur der Wertschöpfungskette

Die Liste der zu klärenden Fragen ist damit noch lange nicht zu Ende. Deren fachliche Diskussion würde uns jedoch in Details ziehen, die den Blick aufs Ganze verstellen. Ich möchte Sie nicht zu Logistikexperten machen, sondern Sie für die Bedeutung dieser Aspekte für die Produktivität und die Ertragssituation Ihres Unternehmens sensibilisieren und dazu mögen uns die obigen Beispiele reichen.

Es empfiehlt sich, die bestehende Architektur der Wertschöpfungskette nicht als gegeben anzusehen, sondern immer wieder zu hinterfragen. In Sanierungsprojekten stellen wir laufend fest, dass Hausaufgaben nicht gemacht worden und damit unnötige Kosten generiert worden sind.

 


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