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Russischer Geschäftsmann tot in London entdeckt

Ein Russe ist tot in seiner Londoner Wohnung aufgefunden worden – er war ein Freund des 2013 auf mysteriöse Weise verstorbenen Oligarchen Beresowski.

Ein mit dem 2013 verstorbenen Oligarchen Boris Beresowski befreundeter russischer Geschäftsmann ist in London tot aufgefunden worden. Nikolai Gluschkow sei nicht mehr am Leben, sagte Anwalt Andrej Borowkow am Dienstag russischen Medien. Er wisse aber nichts über die Umstände und den Zeitpunkt des Todes des 68-Jährigen.

Britische und russische Medien berichteten, Gluschkow sei tot in seiner Londoner Wohnung entdeckt worden. Die Londoner Polizei teilte mit, Beamte untersuchten den ungeklärten Tod eines Mannes, der in einem Haus im Stadtteil New Malden gefunden worden sei. Den Namen des Toten nannte sie nicht, erklärte aber, Anti-Terror-Ermittler hätten Ermittlungen aufgenommen, als Vorsichtsmaßnahme wegen der Verbindungen, die der Tote vermutlich gehabt habe. Es gebe keine Beweise für eine Verbindung zum Anschlag auf den früheren Doppelagenten Sergej Skripal, der zu Spannungen zwischen London und Moskau geführt hat.

Gluschkow war in den 1990er Jahren Direktor bei der russischen Airline Aeroflot gewesen. Beresowski überwarf sich 1999 mit dem neuen Präsidenten Wladimir Putin und floh im Jahr 2000 nach London. Beresowskis Vertrauer Gluschkow wurde anschließend wegen Geldwäsche und Betrug verurteilt und verbrachte fünf Jahre in Haft. Nach seiner Freilassung im Jahr 2004 ging er ebenfalls nach London.

Gegen Beresowski erließen russische Behörden später einen Haftbefehl. Beresowski erhielt politisches Asyl in Großbritannien und unterstützte die russische Opposition. 2013 starb er in London – ob durch Mord oder Selbstmord blieb ungeklärt.

Gluschkow äußerte später öffentlich seine Zweifel an einer natürlichen Todesursache. In einem Interview mit dem ‘Guardian’ zeigte er sich überzeugt, dass Beresowski getötet worden sei, und sagte, dass er nicht an einen Selbstmord glaube.

2017 wurde Gluschkow in Abwesenheit von einem russischen Gericht zu acht Jahren Haft verurteilt. Er habe 123 Millionen Dollar von Aeroflot entwendet, hieß es zur Begründung. Aeroflot setzte den Prozess in London fort. Am Montagvormittag war Gluschkow zu einer Anhörung vorgeladen, zu der er jedoch nicht erschien.1p1p


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