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Auskünfte von Creditreform helfen Unternehmen, ihr Ausfallrisiko zu minimieren und ihre Liquidität zu sichern. Das Familienunternehmen Draht Grimm in Hannover nutzt diese Leistungen seit mehr als 100 Jahren. 

Niedrige Temperaturen, aber keine langanhaltenden Frostperioden – der vergangene Winter war durchaus nach dem Geschmack von Robert Stöckmann. Er ist Assistent der Geschäftsführung der familieneigenen Draht Grimm GmbH & Co. KG in Hannover. Seine Mitarbeiter haben auch in den vermeintlich kältesten Monaten des Jahres arbeiten können. Das wäre bei Minusgraden über mehrere Wochen nicht möglich gewesen. Das 1872 gegründete Unternehmen fertigt und montiert Zäune. Das Angebot reicht von einfachen Maschendrahtzäunen mit verschiedenen Maschenweiten über Holz- und Aluminiumzäune bis hin zu individuell angefertigten, hochwertigen Zäunen aus verschiedensten Materialien, einschließlich passender Tür- und Toranlagen – falls gewünscht auch mit Elektroantrieb und Funksteuerung.

Die Auftragslage ist zurzeit sehr gut, da viele Immobilieneigentümer in das eigene Heim investieren. Das jetzt in der vierten Generation geführte Familienunternehmen wird in der Geschäftsleitung vertreten durch die Inhaberin Alexandra Grimm sowie Jörg Stöckmann. Die fünfte Generation steht in den Startlöchern. Die Betriebswirtin Lisa Stöckmann und der Betriebswirt und Metallbauer Robert Stöckmann sind bereits im elterlichen Betrieb aktiv.

Die Kundenbonität im Blick

Draht Grimm beschäftigt 25 Mitarbeiter, der Jahresumsatz beträgt etwa 2,5 Millionen Euro – ein klassisches Familienunternehmen, wie es Zehntausende gibt in Deutschland. Sie sind das Herzstück der deutschen Wirtschaft. Dennoch schafft es nicht einmal jedes zehnte Familienunternehmen in die dritte Generation. Das hat mitunter damit zu tun, dass die Familie, in guten Zeiten eine Kraftquelle für die Firma, störungsanfällig ist. Häufig ist es jedoch auch so, dass kleine und mittelgroße Familienunternehmen möglichen geschäftlichen Risiken zu wenig Aufmerksamkeit schenken, wie zum Beispiel der Bonitätseinschätzung von Kunden. Sie akzeptieren Aufträge, treten in Vorleistung, ohne zuvor das Zahlungsverhalten des Bestellers ausreichend geprüft zu haben.

» Von den vielen kleinen Mittelständlern unter unseren etwa 2.600 Mitgliedern vertraut kaum jemand so lange auf Creditreform wie Draht Grimm. «
Joanna Schulz, Creditreform Hannover

Die Geschäftsleitung von Draht Grimm dagegen untersucht die Bonität ihrer Kunden sehr sorgfältig. Das Unternehmen nutzt die Creditreform Auskunft – und das seit 100 Jahren. Robert Stöckmann hat das genaue Datum herausgesucht: „Wir sind am 20. Januar 1918 Mitglied geworden.“ So lange ist kaum ein anderes Unternehmen im Großraum Hannover bei Creditreform (Gründungsdatum 1879) dabei. „Unter den Großunternehmen, die wir betreuen, gibt es vielleicht eine Handvoll noch älterer Mitglieder. Aber von den vielen kleinen Mittelständlern unter unseren etwa 2.600 Mitgliedern vertraut kaum jemand so lange auf Creditreform wie Draht Grimm“, sagt Joanna Schulz, die als Vertriebsmitarbeiterin bei Creditreform Hannover das Unternehmen seit vielen Jahren begleitet.

Auskunft vor Sonderanfertigungen

Stöckmann junior schätzt vor allem die Bonitätsaussagen der Creditreform Consumer Auskunft: Sechs Risikoklassen, kombiniert mit einem Krediturteil, vermitteln ein sehr differenziertes Bild vom Zahlungsverhalten eines potenziellen Kunden. Insbesondere bei aufwendigen und teuren Sonderanfertigungen, die Draht Grimm in der hauseigenen Schlosserei ausführt, holt der Kaufmann vorab eine Auskunft ein. „Individuell hergestellte Produkte lassen sich im Falle eines Falles nicht an Dritte verkaufen. Deshalb ist dabei Vorsicht geboten, vor allem wenn sich der Auftrag im höheren fünfstelligen Bereich bewegt“, betont er. Ist eine Bestellung aufgrund der Bonitätsauskunft von Creditreform mit einem höheren Risiko verbunden, verlangt Draht Grimm eine Anzahlung oder erstellt Zwischenrechnungen. Anderenfalls verschickt der Betrieb eine Rechnung nach Erledigung des Auftrags.

Größere Zahlungsausfälle hat das Familienunternehmen noch nicht erlebt – ein Beleg für die sorgfältige Risikoabwägung bei der Auftragsannahme sowie die hohe Qualität der Produkte und Dienstleistungen. Die Zahlungsmoral hat sich Robert Stöckmann zufolge in den vergangenen Monaten zwar „gefühlt ein wenig verschlechtert“, gibt aber aus seiner Sicht noch keinen Grund zur Sorge. So muss Draht Grimm auch die Creditreform-Inkassoleistungen nur sehr selten in Anspruch nehmen.

Bonitätsauskünfte dagegen sind für den Traditionsbetrieb auch deshalb wichtig, weil die Mehrzahl der Kunden Privatpersonen sind. Sie möchten ihr Grundstück gegen Einbrecher, fremde Blicke und manchmal auch Lärm schützen. „Wir machen nur 20 Prozent unseres Geschäfts mit gewerblichen Kunden oder öffentlichen Auftraggebern, meist Stammkunden“, sagt Stöckmann. Ob er einen Auftrag annimmt oder ablehnt, welche Zahlungsvereinbarungen er mit einem Auftraggeber trifft, all das macht er jedoch nicht allein von der Bonitätsauskunft abhängig. „Sie ist ein sehr wichtiges Kriterium bei der Entscheidungsfindung. Zusätzlich versuchen wir aber immer auch die Gesamtsituation eines Auftraggebers sowie eigene Erfahrungen miteinzubeziehen.“ Eine kluge Vorgehensweise, die sich über ein Jahrhundert bewährt hat.

Das Ausfallrisiko minimieren

Der Creditreform Zahlungsindikator macht deutlich, dass Risiken auch in Zeiten günstiger Konjunktur nicht zu vernachlässigen sind (siehe auch Seite 42). Zwischen Juli und Dezember 2017 hatte sich die Verzugsdauer – zumindest bei B2B-Geschäftstransaktionen – im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 deutlich erhöht, auf durchschnittlich 10,58 Tage. Unter Berücksichtigung der eingeräumten Zahlungsziele dauerte es im Durchschnitt 43,15 Tage, bis ein Unternehmen Geld für eine erbrachte Leistung erhielt. Eine lange Zeit, die der Gläubiger unter Umständen vorfinanzieren muss, um liquide zu bleiben. Mit einer intensiven Nutzung der Creditreform Auskunft sowie einem konsequenten Forderungsmanagement – unter Umständen mit Einschaltung der Inkasso-Spezialisten von Creditreform – lässt sich das Risiko von Zahlungsverzögerungen und -ausfällen minimieren.

 

Erfolgreich Umsätze realisieren

Geschäfte mit Konsumenten auf Rechnung beinhalten stets ein Ausfallrisiko. Die Creditreform Consumer Auskunft ermöglicht eine umfassende und schnelle Beurteilung von Konsumenten durch detaillierte, exklusive Informationen. Sie bietet:
✪ Bonitätsaussage (sechs Risiko­klassen) mit Bewertung der Zahlungsweise sowie einem Krediturteil
✪ Postalische Validierung der
angefragten Adresse sowie
weiterer bekannter Adressen
✪ Angaben zu Konsumaktivitäten bei anderen Unternehmen
✪ Informationen zu Zahlungsverzögerungen bei anderen Lieferanten (in der Version Consumer Plus)


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