Mittelstandsbotschafter, solvent

Innovationsförderung für KMU: Die Förderprogramme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Ob Industrie 4.0, Digitalisierung, Werkstofftechnik oder Biotechnologie: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bietet für Innovations- und Technologieprojekte eine breite Auswahl an Förderprogrammen. Teilnehmen könne je nach Förderprogramm Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen; alleine oder in Kooperation.  

Welche Fördermöglichkeiten bietet das BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung)?

Die Bekanntmachungen des BMBF zum Thema Innovation

Neue Fördermöglichkeiten werden regelmäßig auf der Homepage des BMBF als Bekanntmachungen veröffentlicht, nachdem sie im Bundesanzeiger erschienen sind. Darin werden die jeweiligen Förderbedingungen detailliert beschrieben. Für Unternehmen besonders interessant ist, dass immer wieder neue Technologien und unterschiedliche Förderkonstellationen möglich sind: Die Ausschreibungen  richten sich z.B. an KMU, teilweise an Kooperationen aus KMU, großen Unternehmen und Akteuren der Wissenschaft, oder auch an bereits bestehende Forschungskooperationen. Dabei werden sowohl Einzel- als auch Kooperationsprojekte vorgestellt.

Förderprogramme für innovative mittelständische Unternehmen(KMU): Innovationsforen Mittelstand, KMU-innovativ und KMU-NetC

Um die Forschung im Mittelstand zu fördern, hat das BMBF mehrere Förderprogramme speziell für kleine und mittlere Unternehmen aufgelegt.

  • Bei den Innovationsforen Mittelstand  nehmen KMU, größere Unternehmen, Akteure aus der Wissenschaft und Verbände, Vereine und Mitglieder der Verwaltung gemeinsam teil. Jedes Innovationsforum steht unter einem bestimmten, von den Akteuren gemeinsam festgelegten Thema. Ziel ist die Etablierung neuer Forschungsnetzwerke und Kooperationen für Innovations- und Technologieprojekte. Ein Beispiel ist das Innovationsforum Stahl 4.0
  • Das Programm KMU-innovativ stellt Zuschüsse bereit für die Spitzenforschung in Unternehmen und in der Wissenschaft (Hochschulen, Forschungseinrichtungen). Um die Teilnahme zu erleichtern, bietet KMU-Innovativ mehrere Vereinfachungen im Antragsprozess: Kleine Unternehmen profitieren von einfacheren Vorgehensweisen zum Nachweis ihrer Bonität. Für Unternehmen mit wenig Erfahrung in Förderprojekten gibt ein schnelles Antragsverfahren Sicherheit.
  • KMU-NetC fördert Forschungsverbunde  und FuE-Netzwerke. Eine Netzwerkmanagementorganisation koordiniert das Vorhaben. Voraussetzung ist, dass zwei kleine oder mittlere Unternehmen (KMU) an dem Projekt beteiligt sind.

Wie läuft das Antragsverfahren beim BMBF ab?

Die Antragstellung auf eine Technologie- oder Innovationsförderung beim BMBF kann ein- oder zweistufig erfolgen. Beim zweistufigen Prozess wird zuerst eine Projektskizze eingereicht. Ist diese erfolgreich und erhält einen positiven Bescheid, wird der formale Antrag auf Förderung gestellt. Wird er bewilligt, erhalten die Antragsteller den positiven Förderbescheid. Bei einigen Förderprogrammen, z.B. bei den Innovationsforen Mittelstand, findet zusätzlich eine Fragerunde zum Projekt im BMBF selbst statt. Weitere Informationen finden Sie auch auf der Seite des BMBF zur Förderung von Forschung​.

Worauf müssen Antragsteller bei der Innovationsförderung achten?

  • ZIM, WIPANO, das KMU-Instrument HORIZON2020 & Co: Zur Finanzierung von Technologie- und Innovationsprojekten existieren zahlreiche Förderprogramme. Antragsteller sollten daher vor einer Bewerbung beim BMBF prüfen, ob ​sie ihr Projekt auch mit anderen Programmen finanzieren können. Oft muss diese Prüfung auch im Förderantrag nachgewiesen werden.
  • Innovative Projekte: gefördert werden soll das Entstehen neuer Produkte, Dienstleistungen und Verfahren, um Deutschland langfristig noch wettbewerbsfähiger zu machen. Daher muss es sich um ein innovatives Projekt handeln, das eine echte Neuerung darstellt.
  • Kompatibilität mit anderen Förderprogrammen: Manchmal kann ein Projekt auch mit mehreren Programmen gefördert werden. Zum Beispiel die Machbarkeitsstudie vom BMBF und den Prototypen vom BMWi. Dazu sind die individuellen Förderbedingungen zu beachten. Wird ein Unternehmen bereits gefördert und eine Bewerbung beim BMBF ist geplant, sollte vorab geprüft werden, ob eine weitere Förderung erlaubt ist.
  • Vermarktung und Vertrieb: In vielen Anträgen muss dargelegt werden, wie die Forschungsergebnisse vermarktet werden können. Dazu sollte vor Antragstellung ein entsprechendes Konzept vorliegen.

 

Dr. Jörg Rupp hat mit seinem Unternehmen DORUCON – DR. RUPP CONSULTING GmbH​ und Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung erfolgreich am BMBF-Förderprogramm Innovationsforen Mittelstand teilgenommen. Gemeinsam mit seinem Team berät er Unternehmen zur Innovations- und Technologieförderung und erfolgreichen Antragstellung. DORUCON ist für die Innovationsberatung autorisiert vom Bundesministerium für Wirtschaft.

 


Wir freuen uns über Diskussionen und Ihre Kommentare.
Wie in jeder Gemeinschaft ist es notwendig, dass sich alle Teilnehmer an die Netiquette halten. Durch Ihre Kommentare sollen interessante, gewinnbringende Debatten entstehen, an denen sich andere Nutzer gerne beteiligen. Beleidigungen und Schmähreden sind deshalb ebenso tabu wie Diskriminierungen und die unerlaubte Veröffentlichung persönlicher Daten. Bitte verstecken Sie sich auch nicht hinter Pseudonymen, sondern benutzen Sie Klarnamen.

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

CAPTCHA-Bild

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Lesen Sie weiter