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Allgemein, Seitenblick

Disruption, die

Der Begriff kam aus dem Nichts und schlug ein wie eine Bombe. Disruption. Vor ein paar Jahren noch, da kannten ihn nur Biologen und Psychologen, die darunter eine abrupte Verhaltensänderung verstehen. Inzwischen taucht die Bezeichnung an allen Ecken und Enden auf.

Ist etwas disruptiv, dann ist es laut Duden zunächst „störend, unterbrechend“, aber eben auch „zerreißend, brisant und durchschlagend“. Letzteres haben Medien wie Manager im Sinn, wenn sie darüber sprechen. Eine neue Idee soll ausreichen, um auf einen Schlag alles zu ändern. Bestehende Unternehmen, die einen Trend verschlafen, gehen unter. Neue Firmen tauchen auf und gewinnen alles. Im Zweifel kommen die Senkrechtstarter aus der Startup-Szene. Sie bringen die richtige Mentalität gleich mit: flexibel, kreativ – und eben anders.

Und wo bleibt der Mittelstand, der für Werte wie Zuverlässigkeit, Qualität und Präzision steht? Das klingt vielleicht nicht disruptiv, kann ein Unternehmen aber trotzdem vorantreiben. Der Autor unserer Titelgeschichte hat mit zahlreichen Mittelständlern gesprochen, die sich auf Basis ihrer Grundwerte erfolgreich weiterentwickeln.

So gesehen, können disruptive Trends für Unternehmen nicht nur Gefahr, sondern eben auch eine Information sein, die zur Veränderung anregt. Gute Beispiele, wie das gelingt, finden Sie in unserer Titelgeschichte „Spielt keine Rolle mehr“.

Ihr Christian Raschke, Chefredakteur

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