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USA klagen angeblichen chinesischen Spion an – China weist Vorwürfe zurück

Ein Chinese soll unter anderem die General-Electric-Tochter GE Aviation ausspioniert haben. Die USA klagen ihn nun mitten im Handelsstreit an.

Die USA haben inmitten der Spannungen mit China einen Chinesen wegen des Vorwurfs der Wirtschaftsspionage festgenommen. Er habe zahlreiche US-Luftfahrtunternehmen wie etwa die General-Electric-Tochter GE Aviation im Visier gehabt, gab das US-Justizministerium am Mittwoch bekannt.

Etwa seit Dezember 2013 habe Xu Yanjun für das chinesische Ministerium für Staatssicherheit die Firmen ausspioniert. Er war bereits seit April in Belgien inhaftiert und wurde am Dienstag in die USA ausgeliefert und auch angeklagt.

Der Fall zeige die direkte Verwicklung der chinesischen Regierung in Wirtschaftsspionage gegen die USA, teilte das FBI mit. Die Anschuldigungen der Spionage und des Diebstahls von Handelsgeheimnissen seien ‘frei erfunden’, sagte der Sprecher des Außenministeriums in Peking, Lu Kang, am Donnerstag. Kang hoffe nun, dass die USA den Chinesen fair behandeln und seine legitimen Rechte schützen.

Er sei kein Einzelfall, sagte US-Vizejustizminister John Demers, der auf weitere Ermittlungen verwies. ‘Es ist Teil einer umfassenden Wirtschaftspolitik, China auf Kosten der USA weiterzuentwickeln. Wir können nicht zulassen, dass eine Nation unsere Kampfkraft und die Früchte unseres Erfindungsreichtums stiehlt.’

China und die USA befinden sich derzeit in einem Handelsstreit und überziehen sich gegenseitig mit Zöllen. Die USA werfen der Volksrepublik unfaire Handelspraktiken und Diebstahl geistigen Eigentums vor.

Die USA beschuldigten China zudem zuletzt auch einer Einmischung in die bevorstehende Kongresswahl, um Präsident Donald Trump und seinen Republikanern zu schaden und sich Vorteile zu verschaffen.1p1p


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