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Asien treibt den Dax an – Zalando legt nach Analystenkommentar über vier Prozent zu

Der Dax startet leicht im Plus in den Freitagshandel. Gute Vorgaben aus Asien und die Kurz-vor-Schluss-Erholung in den USA heben die Anlegerstimmung.

Zum Abschluss der Börsenwoche geht der Dax Erholungskurs. Kurs nach Markteröffnung notierte der deutsche Leitindex über 0,5 Prozent im Plus bei 10.872 Punkten. Am Donnerstag hatte er wegen der Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Technologiekonzerns Huawei 3,5 Prozent im Minus bei 10.810,98 Punkten geschlossen. Anleger fürchteten, dass der Fall den Handelsstreit zwischen den USA und China verschärfen könnte.

An den asiatischen Börsen ging es nach den jüngsten Verlusten am Freitag wieder bergauf. Investoren spekulierten darauf, dass die US-Notenbank vorerst die Zinsen nicht weiter anheben dürfte. Für Beruhigung sorgten zudem Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell, wonach es der US-Konjunktur ‘insgesamt sehr gut’ gehe. Besonders der Arbeitsmarkt sei stark.

Wie es um den Jobmarkt in den USA bestellt ist, dürfte die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag (MEZ) zeigen. Die Zahlen der privaten US-Arbeitsagentur ADP am Donnerstag hatten enttäuscht. Die Wall Street war uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Der Dow-Jones-Index gab 0,3 Prozent, der S&P 500 0,2 Prozent nach. Der Nasdaq legte dagegen nach anfänglichen Verlusten um 0,4 Prozent zu.

Im Blick behalten dürften die Anleger zum Wochenschluss auch das Treffen der Opec in Wien. Das Ölkartell ringt vor allem mit Russland um eine Drosselung der Fördermenge, um den Preis des Rohstoffs zu stabilisieren. Der saudiarabische Energieminister Chalid al-Falih sagte, er hoffe auf eine Verständigung bis Freitagabend.

Einzelwerte im Fokus

Fresenius:

Unter den Einzelwerten rückte Fresenius ins Rampenlicht. Der Gesundheitskonzern verabschiedete sich von seinen Zielen für 2020 – die Aktien brachen um fast zwölf Prozent ein.

Fresenius Medical Care:

Der Dialysespezialist, an dem Fresenius immer noch mehrheitlich beteiligt ist, geriet am Freitag in den Abwärtsrausch des Mutterkonzerns. Die Aktien brauchen um über sieben Prozent ein.

Zalando:

Anleger haben nach einem positiven Analystenkommentar beim Online-Modehändler Zalando zugegriffen. Die Aktien kletterten am Freitag um 4,5 Prozent auf 26,60 Euro und setzten sich damit zeitweise an die Spitze im Nebenwerteindex MDax.

Vorgaben aus Übersee

Das versöhnliche Ende der Achterbahnfahrt an der Wall Street am Donnerstag ‘hat das Investitionsklima verbessert’, urteilte die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei. Das gilt zumindest in Ostasien: Am Freitagvormittag setzte sich der Kursrutsch an keinem ostasiatischen Markt fort. Der japanische Nikkei-225-Index legte 0,8 Prozent auf 21.678 Zähler zu. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,6 Prozent. Der koreanische Kospi-Index gewann 0,3 Prozent, während der chinesische Shanghai Composite Index und der Hongkonger Hangseng-Index fast unverändert aus dem Rennen gingen.

In New York brachte der Donnerstag den Anlegern ein Wechselbad der Gefühle. Die US-Börsen waren zunächst deutlich im Minus in den Tag gestartet. Im Tagesverlauf fiel der Dow Jones zwischenzeitlich gar um bis zu 3,1 Prozent. Gegen Nachmittag kam dann aber die Wende. Der Dow schloss nur noch knapp im Minus mit 0,3 Prozent oder 24.947 Zählern.

Grund war unter anderem die wachsende Hoffnung von Anlegern auf eine verlangsamte Anhebung des Leitzinses durch die US-Notenbank Federal Reserve. Anlass dazu gab ihnen auch ein Interview von Fed-Mann Robert Kaplan, der gegenüber dem Börsensender CNBC darum warb, ‘geduldig zu sein’ und Zinsschritte nicht zu überstürzen. Fed-Chef Jerome Powell hatte sich bereits zuvor ebenfalls vorsichtiger zur künftigen Geldpolitik geäußert.

Analystencheck

Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Knorr-Bremse nach einer bankeigenen Investorenkonferenz auf ‘Buy’ mit einem Kursziel von 88 Euro belassen. Finanzchef Ralph Heuwing habe Optimismus versprüht und die Fähigkeit des Bremsenherstellers für Schienen- und Nutzfahrzeuge hervorgehoben, sich überdurchschnittlich zu entwickeln, schrieb Analyst Philippe Lorrain in einer am Donnerstag vorliegenden Studie.

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