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Auf diese fünf Dinge müssen Anleger heute achten

Eurostat veröffentlicht das BIP für die Euro-Zone. Die CDU wählt einen neuen Parteivorsitzenden. Was heute sonst noch wichtig ist.

Neu entfachte Sorgen vor einer Eskalation des US-Handelsstreits mit China haben der Wall Street am Donnerstag zugesetzt. Auslöser war die Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Netzwerkausrüsters Huawei.

Dennoch verzeichnete der US-Leitindex nach zwischenzeitlichen Verlusten von mehr als 3 Prozent am Ende nur ein leichtes Minus. Die Anleger hofften, dass sich die US-Notenbank 2019 angesichts des Handelskonflikts mit weiteren Leitzinserhöhungen zurückhält.

Der deutsche Leitindex notierte am Freitag vorbörslich 1,4 Prozent im Plus bei 10.915 Punkten. Am Donnerstag schloss der Dax bei 10.811 Punkten – und büßte damit 3,5 Prozent ein. Auch der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50, weitete seine Tagesverluste aus.

1 – Vorgaben aus den USA

Der Donnerstag dürfte sich für viele Anleger als überraschender Handelstag erwiesen haben. Die US-Börsen waren zunächst deutlich im Minus in den Tag gestartet. Im Tagesverlauf fiel der Dow Jones zwischenzeitlich gar um bis zu 3,1 Prozent. Gegen Nachmittag kam dann aber die Wende. Der Dow schloss nur noch knapp im Minus mit 0,3 Prozent oder 24.947 Zählern.

Grund war unter anderem die wachsende Hoffnung von Anlegern auf eine verlangsamte Anhebung des Leitzinses durch die US-Notenbank Federal Reserve. Anlass dazu gab ihnen auch ein Interview von Fed-Mann Robert Kaplan, der gegenüber dem Börsensender CNBC darum warb, ‘geduldig zu sein’ und Zinsschritte nicht zu überstürzen. Fed-Chef Jerome Powell hatte sich bereits zuvor ebenfalls vorsichtiger zur künftigen Geldpolitik geäußert.

Der Unmut vom Morgen war von einer Mischung aus politischen Nachrichten und sich eintrübenden Marktindikatoren ausgelöst worden. Vor allem die Nachricht der Festnahme der Huawei-Finanzchefin in Kanada löste Unruhe aus. Investoren glauben, dass damit im Handelskonflikt zwischen den USA und China wieder alles offen ist. Derzeit besteht noch eine 90-tägige Pause, in der weder die USA noch China weitere Zölle erheben wollen. ‘Man weiß nicht, wie schlimm es noch werden wird’, beurteilte Jamie Dimon, Chef der US-Bank JP Morgan die Lage.

2 – Vorgaben aus Asien

Nach einer dreitägigen Verlustserie hat der japanische Leitindex am Freitag wieder Gewinne verbucht. Der 225 Werte umfassende Nikkei notierte am frühen Nachmittag in Tokio knapp 0,8 Prozent fester bei 21.674 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,7 Prozent zu auf 1621 Zähler. Anleger spekulierten darauf, dass die US-Notenbank vorerst die Zinsen nicht weiter anheben dürfte. Für Beruhigung sorgten zudem Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell, wonach es der US-Konjunktur ‘insgesamt sehr gut’ gehe. Besonders der Arbeitsmarkt sei stark. Größere Gewinne verhinderten allerdings anhaltende Sorgen vor einer neuen Zuspitzung des US-chinesischen Handelskonflikts im Zuge der Festnahme der Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou.

3 – Ölförderländer verhandeln über Produktionskürzungen

Die Beratungen der 15 Staaten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und Nicht-Mitglieder wie Russland gehen am Freitag in Wien weiter. Am Donnerstag blieben die Gespräche ohne Ergebnis.

Ziel ist es, den zuletzt stark gefallenen Ölpreis wieder zu stabilisieren. Entscheidend wird vor allem sein, ob Moskau zu Kürzungen bei der Förderung bereit ist. Saudi-Arabiens Energieminister Khalid Al-Falih sagte nach stundenlangen Verhandlungen, dass er nicht sicher sei, ob es noch zu einer Einigung kommen werde.

4 – CDU wählt Merkel-Nachfolger

Nach einem wochenlangen Wahlkampf will die CDU am Freitag auf ihrem Bundesparteitag in Hamburg eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für die Vorsitzende Angela Merkel wählen. Bei der mit Spannung erwarteten Abstimmung zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und dem ehemaligen Unionsfraktionschef Friedrich Merz ab. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn galt zuletzt als abgeschlagen. Merkel gibt den Vorsitz nach mehr als 18 Jahren ab.

5 – Eurostat veröffentlicht BIP für die Euro-Zone

Die europäische Statistikbehörde Eurostat gibt am Freitag bekannt, wie sich die Wirtschaft in der EU im dritten Quartal entwickelt hat. In einer ersten Schätzung war die Behörde von einem Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal ausgegangen. Von April bis Juni hatte die Wirtschaft um 0,4 Prozent zugelegt.

Termine Unternehmen am 7. Dezember

07:00 Deutschland: Carl Zeiss Meditec Jahreszahlen

15:30 Dänemark: Danske Bank Hauptversammlung

Termine Konjunktur am 7. Dezember

06:00 Japan: Frühindikatoren 10/18 (vorab)

08:00 Deutschland: Industrieproduktion 10/18

08:00 Deutschland: Arbeitskostenindex Q3/18

08:45 Frankreich: Industrieproduktion 10/18

10:00 Italien: Einzelhandelsumsatz 10/18

11:00 EU: BIP Q3/18 (endgültig)

14:30 USA: Arbeitsmarktbericht 11/18

16:00 USA: Lagerbestände Großhandel 10/18

16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 12/18 (vorläufig)

18:00 USA: Fed-Gouverneurin Lael Brainard hält eine Rede in Washington

21:00 USA: Konsumentenkredite 10/18

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Quelle Termine: dpa-AFX

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