Handelsblatt News

Konjunktursorgen und Handelsstreit drücken Tokio-Börse ins Minus

Die Stimmung an den asiatischen Börsen bleibt zum Wochenstart gedrückt: Denn die Sorge um den Handelskrieg zwischen China und den USA dominiert.

Aktien-Anleger hatten eine Reihe von enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA, China und Japan zu verkraften, die schwächer als erwartet ausfielen. Auch im Streit um die in Kanada festgenommene Spitzenmanagerin des chinesischen Technologiekonzerns Huawei zeichnete sich keine Entspannung ab.

Die Sorge um eine neue Eskalation im Handelsstreit zwischen China und den USA drückte in Japan auf die Kurse. In China selbst herrschte an der Börse noch die höchste Gelassenheit. Der Shanghai Composite Index lag um 10.16 Uhr Ortszeit 0,7 Prozent unter dem Schlusskurs vom Freitag.

Der koreanische Kospi-Index war bis dahin schon um ein Prozent gefallen, der Hongkonger Hangseng-Index sogar um 1,5 Prozent. Auch der singapurische Strait-Times-Index, der als Stellvertreter für südostasiatische Firmen verlor am frühen Morgen 1,4 Prozent. Denn China ist einer der wichtigsten Absatzmärkte für die Region.

Besonders hart wurde allerdings mal wieder der Markt mit der höchsten Liquidität getroffen: Japan. In Tokio rutschte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 2,1 Prozent ins Minus auf 21.219 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 1,9 Prozent. Der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Titel außerhalb Japans verlor 1,5 Prozent.

Die Werte sackten dabei auf breiter Front ab. Wie schon in der vergangenen Woche trieben die Anleger vor allem die Werte in den Keller, die stark von Chinas Wirtschaft abhängen.

Für Aufmerksamkeit sorgte der bevorstehende Börsengang der Mobilfunksparte des japanischen Technologieinvestors Softbank. Der Konzern setzte den Ausgabepreis auf 1500 Yen je Aktie fest und will 160 Millionen Aktien zusätzlich an den Markt bringen, um die starke Nachfrage zu befriedigen, wie aus einem Börsenprospekt hervorging. Die Aktien sollen ab dem 19. Dezember gehandelt werden.

Für Unruhe sorgte zudem die am Dienstag anstehende Abstimmung im britischen Parlament über den Brexit-Vertrag mit der EU. Es droht eine Ablehnung und damit ein chaotischer Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union.

Mit Agenturmaterial1p1p


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