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Wiener Ölkonzern OMV baut Geschäft in Abu Dhabi aus

Der Ölkonzern OMV hat sich mit fünf Prozent an drei großen Gas- und Kondensatfelder vor der Küste von Abu Dhabi beteiligt.

Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV baut sein Geschäft in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) aus. OMV schließe sich mit einem Anteil von fünf Prozent einem Großprojekt der staatlichen Ölfirma Adnoc zur Entwicklung von Erdgasfeldern vor der Küste von Abu Dhabi an, teilte der teilstaatliche Konzern am Mittwoch mit. Ein entsprechender Vertrag für eine Konzession mit einer Laufzeit von 40 Jahren sei unterzeichnet worden.

‘Mit dieser Vereinbarung bauen wir unsere bestehende, substanzielle Position im Nahen Osten aus und verlagern unsere Produktion weiter in Richtung Gas’, sagte Konzernchef Rainer Seele. Angaben zum Kaufpreis oder den geplanten Kosten wurden nicht gemacht.

Die endgültige Investitionsentscheidung für die ersten Felder, die zur Produktion beitragen sollen, sei für das kommende Jahr geplant. Börsianer schätzen die Ausgaben für die OMV grob auf rund eine Milliarde Dollar. Die erste Produktion aus den Feldern solle Mitte des nächsten Jahrzehnts erfolgen und pro Tag würden dann mehr als 40 Millionen Kubikmeter Erdgas und über 120.000 Barrel Öl und hochwertiges Kondensat gefördert.

Die Ghasa-Konzession könne damit mehr als 20 Prozent zum Gasbedarf der Vereinigten Arabischen Emiraten beitragen. Ebenfalls an dem Mega-Projekt beteiligt sind die deutsche Wintershall mit zehn Prozent und die italienische Eni mit 25 Prozent.

Die OMV, an der der Staatsfonds aus Abu Dhabi mit 24,9 Prozent beteiligt ist, hatte den Nahen Osten zu einer ihrer Wachstumsregionen erkoren. Bereits im Frühjahr übernahmen die Wiener für 1,5 Milliarden Dollar einen 20-Prozent-Anteil zur Entwicklung von Ölfeldern von Adnoc. Die Investitionskosten bezifferte die OMV dort für eine Laufzeit von ebenfalls 40 Jahren mit rund zwei Milliarden Dollar. 1p1p


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