Handelsblatt News

Microsoft – Milliardenauftrag vom Pentagon

Glatte 1,75 Milliarden Dollar gibt das Pentagon für IT-Dienstleitungen bei Microsoft aus. Der Fünf-Jahresvertrag ist besonders wichtig für die Cloud-Sparte und eine Niederlage für Amazon.

Der US-Softwarekonzern Microsoft hat einen milliardenschweren Auftrag von der amerikanischen Regierung erhalten. Der Fünf-Jahres-Vertrag habe einen Wert von 1,76 Milliarden Dollar, wie das Verteidigungsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Microsoft soll Dienstleistungen für das Verteidigungsministerium, die Küstenwache und die Nachrichtendienste bereitstellen, erklärte das Pentagon. Das Verteidigungministerium der USA wird damit, und zusammen mit bestehenden Verträgen, wohl 2019 zum größten Cloud-Computing-Kunden der Welt aufsteigen.

Der Software-Riese ist derzeit nach Amazon das wertvollste börsennotierte Unternehmen. Der zwischenzeitlich schwächelnde Konzern aus dem US-Bundesstaat Washington profitiert vom rasanten Wachstum seiner immer wichtiger werdenden Cloud-Sparte.

Zuletzt hatte es große Diskussionen darum gegeben, wie weit Unternehmen wie Amazon, Microsoft oder Google sich bei Regierungsaufträgen engagieren sollte. Nach massiven Mitarbeiterprotesten hatte zum Beispiel Google auf einen Auftrag aus Washington verzichtet und sich gar nicht erst beworben. Microsoft selber hatte sich “schockiert” über die Trennung von Migrantenfamilien an der US-Grenze gezeigt. Doch eine generelle Zusammenarbeit mit Regierungsbehörden wird nicht abgelehnt.

Der Gewinn des prestigeträchtigen Vertrags gegen die Nummer eins des Cloud-Marktes ist wichtig für Microsoft und durchaus überraschend. viele Analysten und Marktexperten hatten bis zuletzt eher auf einen Sieg der Nummer eins des Cloud-Marktes, Amazon, gesetzt. Der Pentagon-Vertrag wird 3,4 Millionen Nutzer neu in die Cloud bringen und schätzungsweide vier Millionen physische IT-Geräte, PCs, Server Großrechner, überflüssig machen.

Das Pentagon hat bei früheren Gelegenheiten immer betont, dass Kostenersparnisse nicht das oberste Ziel seien. Das Verteidigungsministerium will in erster Line von künstlicher Intelligenz, Maschinenlernen und anderen Echtzeit-Techniken profitieren, die durch bessere und schnellere Informationsbeschaffung und -analyse Vorteile im Kampf bringen sollen. Google hatte erklärte, man werde keine künstliche Intelligenz an die Armee liefern, mit der man zum Beispiel zielgenauere Drohnen bauen könne. Amazon hatte, wie Microsoft, keine Bedenken gezeigt.

Mit Material von Reuters1p1p


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