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Shortcuts: Fingerübung für Windows-Nutzer

Wer am liebsten seine Computer-Maus nutzt, für den ist das nichts. Alle anderen können beim Arbeiten mit Windows dank Shortcuts eine Menge Zeit sparen.

Nach wie vor lässt das Betriebssystem Windows seine Konkurrenten mit einem Marktanteil von über 80 Prozent weit hinter sich. Trotzdem kennt sich kaum jemand so richtig damit aus: „Nur die wenigsten Nutzer schöpfen das Potenzial des Systems wirklich aus“, sagt Claudia von Wilmsdorff, Trainerin für Windows- und Office-Anwendungen. „Es ist, als hätten sie einen Porsche, den sie nur im ersten Gang fahren.“ Dabei lässt sich mit etwas Einarbeitung in das Betriebssystem selbst sowie in Programme wie Word, Excel und Powerpoint immens Zeit sparen.

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„In meinen Seminaren klagen Teilnehmer zum Beispiel oft über zerschossene Word-Dokumente, die sie von Geschäftspartnern erhalten, und sitzen manchmal stundenlang daran, sie in Ordnung zu bringen“, sagt von Wilmsdorff. „Würden beide Seiten mit Formatvorlagen arbeiten, hätten sie diese Probleme nicht. Selbst wenn sie unterschiedliche Vorlagen verwenden.“ Denn dann könnte der Empfänger einfach die Vorlage ändern. Gewählte Formatierungen würden automatisch angepasst.

Auch Shortcuts können das Arbeiten beschleunigen. Allerdings ist es mühsam, sich die Tastaturbefehle zu merken. Die einfachste Methode besteht darin, sich die für die eigene Arbeit wichtigsten aufzuschreiben und an den Bildschirmrand zu kleben. Ist die erste Einheit gelernt, folgt die nächste.

Auch Office hilft: Unter „Datei, Optionen, Allgemein“ lassen sich Featurebeschreibungen in den Quickinfos aktivieren. In einem kleinen Fenster erscheint dann beim Zeigen auf einen Befehl das passende Tastenkürzel. Wird zum Beispiel bei der Schriftart der Befehl „K“ für „Kursiv“ mit der Maus angesteuert, erscheint die Einblendung „Strg. + Shift + K“.

Noch einfacher geht es mit der abgetrennten rechten Magazinseite über dem Schreibtisch. Die folgenden Tastaturbefehle funktionieren in den Windows-Versionen 7, 8.1 und 10.

Betriebssystem

Windows-Taste: öffnet das Startmenü (in 8.1 gab es nur eine Mini-Variante davon)

Windows-Taste und Suchbegriff eingeben: startet die Suche (etwa nach Dateien, Ordnern und Desktop-Apps für Anwendungen wie Outlook, Powerpoint und Word)

Windows-Taste + E: öffnet den Windows Explorer

Windows-Taste + L: sperrt den Bildschirm

Windows-Taste + Plus-Taste: öffnet eine Vergrößern-/Verkleinern-Funktion für die aktuell auf dem Bildschirm angezeigten Informationen. ESC schließt sie

F11: Vollbildmodus (Präsentationen) ein- und wieder ausschalten

Taskleiste

Um Windows zu personalisieren, schaffen sich Nutzer am besten ihre eigene Taskleiste. Von Wilmsdorff rät, relevante Programme in die Taskleiste „reinzuhängen“. Das geht mit einer entsprechenden Suche – etwa nach Outlook –, anklicken mit der rechten Maustaste und „an Taskleiste anheften“ wählen. Liegt bereits eine Verknüpfung auf dem Desktop, lässt sie sich einfach in die Taskleiste ziehen. Zeit zum Aufräumen? Klick mit der rechten Maus auf das entsprechende Icon und „Von Taskleiste lösen“ wählen. Die wichtigsten Shortcuts für die Taskleiste:

Windows-Taste + T: Der Cursor springt in die Taskleiste und lässt sich mit den Pfeiltasten (Tastatur unten rechts) bewegen. Auswahl mit Return bestätigen

Windows-Taste und Position des gewünschten Programms in der Taskleiste:

Windows-Taste + 1: öffnet das erste Programm in der Taskleiste

Windows-Taste + 2 das zweite und so weiter

Fenstermanagement

Windows-Taste + D: zeigt den Desktop

ALT + ESC: wechselt direkt zwischen den Fenstern

ALT + TAB: ermöglicht den Wechsel zwischen den Fenstern mithilfe einer Übersicht

Windows-Taste + M: minimiert alle Fenster.

Windows-Taste + Shift + M: macht den Befehl rückgängig

Windows-Taste + Pfeil nach rechts oder Windows-Taste + Pfeil nach links: verkleinert ein geöffnetes Fenster und dockt es an einer Seite des Bildschirms an. Möglich sind bis zu vier angedockte Fenster, wieder vergrößert wird mit Windows-Taste + Pfeil nach oben.

Windows-Taste + Pfeil nach unten: Das angedockte Fenster lässt sich vom Bildschirmrand lösen. Nochmaliges Nutzen dieses Shortcuts: Fenster wird komplett minimiert

ALT + F4: schließt nicht nur das aktuelle Fenster, sondern schaltet auch den Computer aus, wenn alle Fenster geschlossen sind

Standards

Die meisten Nutzer wissen, wie nützlich Shortcuts in Office-Anwendungen wie Word, Excel und Powerpoint sowie in Internetbrowsern sein können. Kopieren und Einfügen (STRG + C und STRG + V) dürften viele von ihnen bereits kennen. Es gibt aber auch einige weniger bekannte Kombinationen, die ebenso hilfreich sind. „Diese Standards bringe ich in jeder Schulung, weil sie in allen Anwendungen funktionieren“, sagt Trainerin von Wilmsdorff:

STRG + T: Suche öffnen

STRG + O: Dokument öffnen

STRG + Z: rückgängig machen der vorherigen Eingabe

STRG + Y: macht das Rückgängig machen rückgängig

F12: speichern und gleichzeitiger Vorschlag eines Speicherorts

F2: Umbenennen einer aktiven Datei

STRG + POS1: Sprung an den Anfang eines Dokuments

STRG + Ende: Sprung an das Ende eines Dokuments

Zum Spaß

Aero Shake ist ein witziges, aber auch sinnvolles Tool aus der Fensterverwaltung – denn es sorgt für Ordnung bei vielen geöffneten Fenstern: Um es zu verwenden, klicken Windows-Nutzer auf die Titelleiste des aktiven Fensters, halten die Maustaste fest und ziehen es schnell hin und her. Dieses Schütteln minimiert alle geöffneten Fenster bis auf eben dieses. Wird die Bewegung wiederholt, kehren alle Fenster in derselben Anordnung zurück, wie sie vorher waren. Dumm nur: Laut Trainerin von Wilmsdorff passiert das Schütteln besonders Nutzern, die das Tool nicht kennen, auch unbeabsichtigt. Sollten Ihre Fenster sich also wie beschrieben verhalten, ohne dass es einen erkennbaren Grund dafür gibt – Aero Shake könnte die Antwort sein.


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