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Für Arbeitgeber ist die Einrichtung von Home-Offices eine interessante Option. Damit können Unternehmen den Kreis potenzieller Kandidaten deutlich ausweiten und auch weiter entfernt wohnenden Kräften eine Chance geben. „Mit Heimarbeitsplätzen können Unternehmen dem Fachkräftemangel wirksam entgegenwirken“, betont Bärbel Ettig, Präsidentin des Bundesverbandes der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (BVBC) „Sie können qualifizierte Kräfte leichter finden und an das Unternehmen binden.“ Gerade kleine und mittelständische Unternehmen sollten noch stärker von dieser Möglichkeit Gebrauch machen.

Besonders häufig sind Heimarbeitsplätze unter Bilanzbuchhaltern anzutreffen. Nach Schätzungen des BVBC verfügen rund 40 Prozent der angestellten Bilanzbuchhalter und rund 80 Prozent der Selbstständigen über ein Arbeitszimmer im häuslichen Umfeld. „Aufgrund ihrer eigenverantwortlichen Arbeitsweise sind Bilanzbuchhalter ideale Heimarbeiter“, betont BVBC-Präsidentin Bärbel Ettig. „Oft haben sie eine Sonderstellung inne, die keinen permanenten fachlichen Austausch mit Kollegen erfordert.“ Bilanzbuchhalter können außerbetrieblich ihren Aufgaben nachgehen und über IT-Schnittstellen mit der Geschäftsleitung und Mitarbeitern aller Abteilungen eng zusammenarbeiten.

Mehr Zeit für private Dinge

Flexible Beschäftigungsmodelle machen für viele Bilanzbuchhalter den besonderen Reiz des Berufes aus. Wer von zuhause aus arbeitet, kann seine Arbeitszeit weitgehend frei einteilen. Lange Fahrtzeiten zur Betriebsstätte entfallen. Dadurch bleibt oft mehr Raum für private Dinge. So lassen sich die Kinderbetreuung oder die Pflege erkrankter Familienangehöriger besser organisieren. Auch Stammkräften, die nach Mutterschaftsurlaub oder Elternzeit wieder ins Berufsleben einsteigen möchten, kommen Home-Offices entgegen. Sie können in Abstimmung mit dem Unternehmen unter Umständen kleine Teilaufgaben fortführen. Auf diese Weise bleiben Bilanzbuchalter fachlich immer auf dem Laufenden. Später können sie das Stundenkontingent wieder aufstocken.

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