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Creditreform

Ein Fondsmanagement, das pragmatisch vorgeht und damit besonders in Abwärtsmärkten punkten kann, aber auch in steigenden Märkten besser abschneidet als die Konkurrenz und die Benchmark – und das sogar bei „etwas geringerem Risiko“? Laut Morningstar-Analyst Simon Nöth finden Anleger all diese Kriterien in der Person Karl Hubers erfüllt. Und nicht nur die: „Wir schätzen auch Hubers Erfahrung als Analyst für die relevanten deutschen Branchen“, heißt es bei Morningstar in München.

Karl Huber ist hier seit April 2007 am Ruder. Seit einem Jahr wird er von Co-Fondsmanager Thomas Radinger unterstützt. Den Anlageprozess der beiden beschreibt Fondsanalyst Nöth als „fundamental getrieben“: Wichtige Determinanten seien die Qualität des Managements der jeweiligen Zielunternehmen, durch den Cashflow finanziertes Wachstum sowie die Bewertung, für die Huber die Einschätzungen der hauseigenen Buy-side-Analysten und eigene Modelle nutze. Zudem beziehe der „Pioneer Investments German Equity“ auch Top-Down-Überlegungen und branchenspezifische Trends mit ein. „Der Fondsmanager agiert bei der Umsetzung pragmatisch“, berichtet Nöth: Bei guter Kursentwicklung nehme er schon mal Gewinne mit oder positioniere das Portfolio entsprechend dem Marktumfeld. Ebenso könnten aber auch Momentum-Faktoren die Umschlagshäufigkeit im Fonds erhöhen.

Grundsätzlich sei das Portfolio in Anlehnung an die Benchmark, den CDAX, „konzentriert aufgestellt“. Dabei hängen die aktiven Gewichte von der fundamentalen Beurteilung, aber auch von der Markteinschätzung ab. Huber habe sowohl im Standard- als auch im Nebenwertebereich große aktive Wetten laufen und setze hier meist auf das strukturelle Wachstum der Unternehmen. „Auf Branchenebene halten sich die Abweichungen gegenüber der Kategorie dagegen in Grenzen“, so Nöth weiter. Der Fondsmanager unterscheide eher nach dem zyklischen Charakter des Geschäftsmodells und wäge je nach Bewertung ein Engagement ab. Gegenwärtig sei das Portfolio leicht zyklischer ausgerichtet als der Kategoriedurchschnitt.

Mit Erfolg: Laut Morningstar liefert der „Pioneer Investments German Equity“ unter Huber im Kategorievergleich gute Ergebnisse und überzeugte besonders in den Abwärtsmärkten 2008 und 2011. Aber auch in steigenden Märkten habe die Strategie gezeigt, dass sie „mehr als mit der Konkurrenz mithalten“ könne. „Insgesamt stehen wir dem pragmatisch umgesetzten Prozess und den abgelieferten Ergebnissen, die auch auf risikoadjustierter Basis überzeugen, positiv gegenüber“, zieht Simon Nöth Resümee. Das Rating „Bronze“ bestätigt er.

Anmerkung der Redaktion:

Der Anlagecheck richtet sich an erfahrene Anleger, die ihre Kaufentscheidung selbstständig treffen – er stellt keine Beratung seitens der Redaktion dar. Bitte beachten Sie auch unbedingt die Morningstar-Empfehlung zur richtigen Depot-Beimischung!

Rolle im Depot: Deutsche Standardwerte sind wegen fehlender Nahrungsmittel-, Öl- oder Pharmatitel nur als Beimischung zu sehen.

People: Karl Huber ist seit April 2007 für den Fonds verantwortlich.

Parent: Unicredit hat sich gegen die zwischenzeitlich erwogene Trennung von der Fondstochter entschieden.

Process: Der Investmentprozess ist laut Morningstar fundamental getrieben, wobei der Fondsmanager pragmatisch vorgehe.

Performance: Die Performance ist bei etwas geringerem Risiko besser als die der Konkurrenz und Benchmark.

Price: Die Gesamtkostenquote liegt auf dem Niveau von üblichen Vergleichsfonds.

Wie die Analysten von Morningstar zu ihrem Urteil kommen – und was die Rating-Stufen im Einzelnen bedeuten, erfahren Sie, wenn Sie unseren QR-Code scannen. Weitere Fondsanalysen von Morningstar für „Creditreform“ finden Sie unter creditreform-magazin.de /morningstar