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Creditreform

Die Börsenkurse werden momentan von der Krise in der Ukraine überlagert. „Das löst immer wieder stärkere Schwankungen aus. Ein Verkaufssignal gibt es bis jetzt aber noch nicht“, sagt unser Kolumnist Uwe Lang.

Der Herausgeber der „Börsensignale“ begründet seine Markteinschätzung anhand seiner Methodik (www.creditreform-magazin.de/boersensignale) wie folgt: Der Abstand zwischen Anleihezinsen („lange Zinsen“) und Geldmarktzinsen („kurze Zinsen“) notierte zum Redaktionsschluss bei +1,56. Gefahr für Aktien durch eine nahende Rezession droht laut Methodik erst unter null. Auch das Trendsignal durch die Kurs-Indizes blieb stabil: Gefährlich würde es, wenn der Nasdaq Composite Index unter die Marke 3.900 fällt. Zwar stagniert zudem der Aufwärtstrend der Anleihezinsen – von einer Zinswende nach unten konnte bei Redaktionsschluss aber noch keine Rede sein. Der Ölpreis läuft derzeit seitwärts, die Rohstoffpreise allerdings sind im Vorjahresvergleich etwas höher. Der US-Dollar bleibt vorerst weiter im Abwärtstrend zum Euro, das ändert sich erst, wenn er ein 15-Wochen-Hoch meldet. Der Saisonfaktor wird am letzten Freitag im Mai wieder nach unten drehen. Dann beginnen die traditionell schwachen Aktienmonate des Sommerhalbjahrs.