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Creditreform

Eingestürzte Gebäude, beschädigte Fabriken, zerstörte Frachtcontainer: Elementarereignisse oder von Menschenhand verursachte Katastrophen führen schnell zu hohen Sachschäden für Unternehmen. Störungen oder Stillstand des laufenden Betriebs sind dagegen auf den ersten Blick weniger sichtbar – dabei verursachen sie statistisch deutlich höhere Kosten als der reine Sachschaden.

So ist laut Allianz-Studie der Betriebsunterbrechungs(BU)-Anteil an einem Schadenfall in der Sachversicherung mit durchschnittlich zwei Millionen Euro heute wesentlich höher als vor zehn Jahren und ein Drittel höher als der entsprechende Durchschnittswert für die reinen Objektschäden. „Dieser Trend wird durch die Vernetzung zwischen Unternehmen, durch globale Lieferketten und verschlankte Produktionsprozesse weiter verstärkt“, erklärt Chris Fischer Hirs, Chef bei Allianz Global Corporate & Specialty. Waren früher nur ein oder zwei Firmen von einem großen Brand oder einer Explosion betroffen, könnten heute viele weitere Betriebe – ja sogar ganze Wirtschaftszweige – in Mitleidenschaft geraten.

Zudem ziehen BU-Risiken mit dem Grad der digitalen Vernetzung, dem Einsatz von teuren Technologien und der Konzentration von Vermögenswerten an einzelnen Standorten deutlich an.

© leremy / iStock; Creditreform-Magazin 02/2016

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