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Creditreform

„Steuerhinterziehung ist rechtswidrig. Sie benachteiligt in der EU steuerehrliche Bürger und steuerehrliche Unternehmen. Deshalb muss sie wirkungsvoll bekämpft werden“, so Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des DIHK. Er betont aber auch, dass eine nationale Lösung nichts bringen werde. „Eine wirksame Bekämpfung setzt letztlich weltweite Transparenz und Informationsaustausch voraus“, so Wansleben.

Jedenfalls europaweit könnte es dazu kommen. Nach Luxemburg hat heute Österreich seine Blockade gegen Steuerabkommen aufgegeben. „Ich gehe davon aus, dass wir heute deblockieren können“, sagte Österreichs Finanzministerin Maria Fekter. Österreich und Luxemburg hatten lange versucht, die Betrebungen der EU-Kommission zu verhindern, nun aber sieht es danach aus, als wenn die europaweite Transparenz kommen könnte.

Automatischer Austausch von Bankdaten

Kernidee der EU ist es, einen automatischen Austausch von Bankdaten zu Zinserträgen zum Standart zu machen. So will man Steuersündern besser auf die Spur kommen. Die EU-Zinsbesteuerungsrichtlinie sieht vor, dass sich die Mitgliedsstaaten gegenseitig mitteilen, welche Zinseinkünfte es gegeben hat, damit diese im Heimatland besteuert werden können. (nd)

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