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Die digitale Einkaufswelt limitiert die Machtstellung der stationären Einzelhändler immer weiter. Viele Kunden nutzen die Läden häufig nur noch zur Information, kaufen aber im Internet.

Das belegt eine repräsentative Handelsstudie der Strategieberatung SMP. Mehr als 81 Prozent der befragten Verbraucher haben sich demnach trotz fester Kaufabsicht im Ladengeschäft mindestens einmal entschieden, online zu kaufen. Mehr als 92 Prozent werden dabei ihrem Händler untreu und wechseln zur Konkurrenz. „Die Händler sprechen von der Showrooming-Bedrohung, bei der ihre stationären Flächen nur noch zum Schauen, Anfassen und Beraten dienen“, sagt Fritze von Berswordt, SMP-Partner und Autor der Studie, die SMP unter dem Namen „Cross-Channel-Performance-Index (CPX)“ einmal im Jahr erhebt. Der Blick auf einzelne Anbieter zeige, dass reine Handelsunternehmen mit vergleichbaren Produkten besonders unter der Transparenz im Markt und zwischen den Kanälen leiden. „Sie verlieren die meisten Kunden, wenn diese statt im Laden im Netz zuschlagen“, teilt SMP mit.