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Creditreform

Für das Recht auf Vorsteuerabzug setzt das Umsatzsteuergesetz (§ 14 Abs. 4 UStG) neben anderen Pflichtangaben in Rechnungen eine nachvollziehbare Leistungsbeschreibung voraus.

Laut Bundesfinanzhof genügt dazu allerdings ein eindeutiger Verweis auf andere existente Geschäftsunterlagen, ohne die Unterlagen den Rechnungen beifügen zu müssen (Az.: V R 28/13). Im Streitfall hatte das Finanzamt den Vorsteuerabzug versagt, weil die betreffenden Rechnungen lediglich auf bestimmte Vertragsunterlagen verwiesen.

Für Leistungsbeschreibungen gelten damit die gleichen Erleichterungen wie für die ebenfalls gesetzlich geforderten Rabattvereinbarungen. Hier geben sich die Finanzbehörden schon seit zehn Jahren mit hinreichend genauen Bezeichnungen zufrieden, etwa: „Es ergeben sich Entgeltminderungen aufgrund von Rabatt- oder Bonusvereinbarungen“, „Entgeltminderungen ergeben sich aus unseren aktuellen Rahmen- und Konditionsvereinbarungen“ oder „Es bestehen Rabatt- oder Bonusvereinbarungen“.

Selbstverständlich immer unter der Voraussetzung, dass die entsprechenden Vertragsunterlagen über die Entgeltvereinbarungen in Schriftform vorhanden sind und auf Nachfrage vom Unternehmen ohne Zeitverzögerung, bezogen auf die jeweilige Rechnung, vorgelegt werden können.