Das Unternehmermagazin aus der Handelsblatt Media Group

Creditreform
Mutter und Sohn am Laptop

© Getty Images

In der Corona-Pandemie hat sich der Vorteil einer flächendeckenden Digitalisierung insbesondere bei der Verlagerung von Arbeit ins Homeoffice und beim Onlinehandel gezeigt. Wie eine steuerliche Fördermaßnahme die Abschreibung von Computern und Software ermöglicht.

Als steuerliche Fördermaßnahme haben die Finanzbehörden rückwirkend zum 1. Januar 2021 die bislang dreijährige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von Computerhardware sowie Betriebs- und Anwendersoftware auf nur noch ein Jahr festgelegt. Das gilt dauerhaft und unabhängig von der Höhe der Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Der verkürzte Abschreibungszeitraum gilt für nahezu jede Computerhardware. Ebenso schließt es Peripheriegeräte wie Dockingstations oder Drucker ein. Gültig ist es zudem für jegliche Betriebs- und Anwendersoftware samt individuell auf den Nutzer angepasste ERP-Software und Warenwirtschaftssysteme.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurde rückwirkend auch für in früheren Wirtschaftsjahren angeschaffte oder hergestellte Wirtschaftsgüter verkürzt. So können deren Restbuchwerte nun vollständig über eine Restwert-AfA in 2021 abgeschrieben werden.

 

Rechtsgrundlagen

BMF-Schreiben vom 26. Februar 2021 (Az.: IV C 3 – S 2190/21/10002 :013) zur Nutzungsdauer von Computerhardware und Software zur Dateneingabe und -verarbeitung