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Creditreform

Trotz positiver Rahmenbedingungen für Fusionen und Übernahmen (M&A) finden in Deutschland Investoren und Mittelständler vergleichsweise selten zueinander.

Laut einer Studie von Baker Tilly Roelfs unter 500 Betrieben und 50 mittelständisch fokussierten Investoren liegt das an „teilweise sehr unterschiedlichen Ansichten“: Von den Unternehmern werden als Hürden vor allem „mangelnde Erfahrung bei der Durchführung von Unternehmenstransaktionen“ sowie „begrenzte personelle Ressourcen“ genannt – aber auch „eingeschränkte finanzielle Mittel“, wenn sich der Zukauf eines Unternehmens anbietet. „Viele Betriebe scheinen nicht ausreichend über die Möglichkeiten alternativer Finanzierungsinstrumente und die Zusammenarbeit mit Banken oder Investoren informiert zu sein“, so Studienautor Henning Heuser.

Auf Verkäuferseite seien viele abgeschreckt von den unattraktiven Wiederanlagemöglichkeiten im Zinstief und zögerten, ihr Lebenswerk zu versilbern. 73 Prozent der Investoren rechnen dennoch damit, dass die schon lange erwartete Welle von Unternehmensnachfolgen den M&A-Markt im Mittelstand anheizt. Die Profis stellen aber laut Studie zu hohe Anforderungen an Ertragslage und an Management.