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Im Jahr 1931 erhielt Dr. Otto Warburg den Nobelpreis der Medizin für die Entdeckung, dass Krebszellen nur im sauren Milieu entstehen können. Nobelpreise werden nicht eben mal verschenkt. Da stehen immer bahnbrechende Erkenntnisse dahinter. Trotzdem wird dieses Wissen praktisch nicht angewandt – weder in der Prävention noch in der Therapie.

Ein gesundes basisches Milieu und ein hoher Sauerstoffgehalt der Zellen verhindern Krebs. Krebs am Herzen ist unbekannt, da dort immer die höchste Sauerstoffkonzentration vorherrscht und keine Säurebelastung.

Doch was beeinflusst unseren Säure-/Basenhaushalt am meisten? First of all: Zucker macht sauer. Das sollte jeder Mensch wissen. Und ganz egal ob wir Nudeln, Brot, Reis, Pizza, Müsli oder gleich Haushaltszucker essen – unter dem Strich ist alles Zucker. Der Unterschied besteht nur darin, wie schnell der Zucker freigesetzt wird. Vollkorn ist zusammengesetzter Zucker. Verwertet wird das Müsli immer als Glukose – genau wie der Haushaltszucker. Darum sollte man die Kohlenhydrate meiden so gut es geht – oder die entstehende Säure mit einer großen Menge basischer Kost ausbalancieren. Das wären dann große Portionen Gemüse und kleinere Mengen Obst. Und Achtung: Ein Stück Kuchen macht saurer als ein Steak. Auch Mineralstoffe helfen mit ein basisches Milieu zu erzeugen, allen voran das Magnesium und Kalium. Große Trinkmengen spülen überschüssige Säuremengen ebenfalls aus. Wasser und (Kräuter-)Tees sind da sehr empfehlenswert. Gift dagegen sind gesüßte Getränke wie Cola, Energy-Drinks und Limonaden.

Zur Person
Dr. Michael Spitzbart ist Arzt sowie Sachbuchautor und leitet ein Zentrum für ursachenbezogene Diagnostik und Therapie.

Viel sitzen und wenig Bewegung verringern zusätzlich die Sauerstoffzufuhr und erhöhen die Säurebilanz. Darum ist leichte Ausdauerbewegung mehr als ratsam – eine Stunde täglich wäre ideal. Doch Vorsicht: Wer beim Sport zu ehrgeizig ist, erzeugt wiederum Milchsäure. Darum lautet das Motto: lieber langsam, dafür etwas länger.

Wenn schon Krebszellen vorhanden sind, bekommen diese mit jeder Ladung Zucker neue, heißbegehrte Nahrung. Wenn man markierte Zuckermoleküle über eine Infusion zuführt, kann man den Zucker schon 15 Minuten später in stark erhöhter Konzentration in den Krebsnestern und Metastasen nachweisen. Der Krebs lebt vom Zucker und zieht ihn magisch an. Mehr noch: Wenn Krebspatienten während der Chemotherapie Kohlenhydrate essen, haben die Krebszellen die Kraft, gegen die Chemotherapeutika Resistenzen zu entwickeln – ähnlich wie Bakterien gegen Antibiotika. Darum wirken die ersten Zyklen Chemotherapie oft erstaunlich gut, sprich: Der Tumor geht zunächst in Remission – um dann wieder aufzublühen. Die Behandlung, die zuvor gewirkt hat, ist dann wirkungslos. Ohne Zucker aber hat der Krebs nicht die Kraft, sich zu wehren.

Leider gibt es dazu praktisch keine Studien. Ärzte wurden darin gedrillt, nur durch Studien untermauertes Wissen anzuwenden. Nobelpreise zählen da nicht. Aber wer sollte diese Studien finanzieren? Die Zucker- oder Pharmaindustrie? Da besteht wohl weniger Interesse. Die öffentliche Hand? Die rettet lieber Banken und marode EU-Staaten.

Hier obliegt es uns, dieses bekannte Wissen auch ohne flächendeckende Doppelblindstudien anzuwenden. Wenig Kohlendrate, viel Gemüse, eine hohe Sauerstoffkonzentration, hohe Trinkmengen und zusätzliche Basenbäder, Baseninfusionen und mineralstoffhaltige Basenkapseln killen Krebszellen schon im Ansatz.