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© coberschneider/Getty Images

Sie sorgen für Durchblick im Schneegestöber, für schnelle Abfahrten und einen sicheren Stand beim Après-Ski: Diese fünf großen und kleinen Hightech-Helfer bringen Spaß statt Stress im Winterurlaub.

Wintersportnation Deutschland? Auch wenn Schnee hierzulande an den meisten Tagen Mangelware ist, lautet die Antwort ganz eindeutig Ja. Denn mehr als 14,6 Millionen Deutsche schnallen sich im Urlaub regelmäßig Ski oder Snowboard unter die Füße – und belegen damit, zumindest in absoluten Zahlen, im internationalen Vergleich Rang zwei hinter den USA (25 Millionen Wintersportler).

Beliebtestes Ziel für den Winterurlaub sind die Alpen. Dort geben deutsche Skifahrer, Langläufer und Snowboarder pro Jahr rund elf Milliarden Euro für Anreise, Unterkunft und Skipass aus. Und natürlich für Ausrüstung.

Denn obwohl die meisten als Motive für Winterurlaub „die gute Bergluft genießen“ und „aktiv sein“ nennen, geht kaum einer ohne diverse technische Helferlein auf die Piste. Die Trends für die Skisaison 2018/2019 präsentiert auch die Internationale Fachmesse für Sportartikel und Sportmode Ispo vom 3. bis 6. Februar in München: Innovative Materialien und tragbare Technologie, sogenannte Wearables, werden dort wieder zu sehen sein.

Die ersten Hersteller tüfteln sogar bereits an Skiern, die, bestückt mit Sensoren, Daten zu Gewichtsverlagerung, Balance und Kanteneinsatz ans Smartphone der Fahrer übermitteln oder akustische Signale geben. Bevor allerdings der Ski selbst zum Skilehrer wird, können sich Wintersportfans für diese Trends und Neuheiten begeistern:

 

Heiße Schuhe

Kalte Füße braucht beim Skifahren kein Mensch. Eine Lösung sind beheizbare Einlegesohlen, die von verschiedenen Zubehörproduzenten angeboten werden. Doch sie verändern mitunter die Passform der Skischuhe. Der amerikanische Hersteller K2 geht deshalb noch einen Schritt weiter – und integriert die Heizung einfach direkt in den Schuh.

In der Heat-Serie stattet K2 für die Saison 2018/2019 gleich mehrere Modelle für Männer und Frauen mit beheizten Innenschuhen aus. Über Druckknöpfe kann die Temperatur in drei Stufen geregelt werden. Gewärmt wird dabei nur ein kleiner Teil im Zehenbereich, die empfindlichste Stelle der Füße. Der Akku reicht laut K2 für bis zu 19 Stunden und ist per USB-Stecker innerhalb von sechs Stunden wieder geladen.
www.k2skis.com

 

Die Über-Brille

Brillenträger und Skibrillen – das war bislang eine unglückliche Kombination. Entweder passt die Skibrille nicht optimal über das Gestell der optischen Brille. Oder Kälte auf der einen und Körperwärme auf der anderen Seite lassen die Gläser immer wieder beschlagen. Die Exo OTG von Cébé nimmt sich dieser Probleme mit einem neuen Materialmix an. Sie kombiniert eine magnetische getönte oder verspiegelte Scheibe mit einer speziellen Konstruktion: Der Träger setzt erst den Rahmen der Skibrille ohne Scheibe, dann die normale Brille auf und fixiert zuletzt die Magnetscheibe. Öffnungen an den Seiten des Rahmens und ein dünnerer Nasenbereich sollen zudem für gute Belüftung und eine gute Positionierung der optischen Brille sorgen.
www.cebe.com

 

Snocru verbindet

Wer an einem vollen Tag in der Gruppe auf der Piste unterwegs ist, weiß, wie schnell man sich zwischen all den bunten Jacken, Hosen und Helmen aus den Augen verlieren kann. Praktisch, wenn alle Mitfahrer eine App wie Snocru nutzen. Die Anwendung misst nicht nur Tempo, zurückgelegte Strecke und überwundene Höhenmeter, sondern hilft vor allem, Freunde oder Familie im Skigebiet zusammenzuhalten. Per Live-Tracking zeigt Snocru den aktuellen Standort aller Nutzer innerhalb einer Gruppe an. Außerdem vergleicht sie die Daten aller Gruppenmitglieder auf einem Leaderboard – und motiviert so den ein oder anderen vielleicht dazu, noch eine Abfahrt mehr zu machen. Die Basisversion ist kostenlos.
www.snocru.com

 

Holz, Schweiß und Kunstharz

Der Do-it-Yourself-Trend macht auch vor der Skibranche nicht halt. Wer noch etwas Zeit bis zum nächsten Urlaub hat – ein freies Wochenende reicht –, kann sich bei Anbietern wie Build2Ride sein individuelles Paar Ski oder Snowboard selbst bauen. In einem Konfigurator stehen verschiedene Modelle und Geometrien als Grundauswahl bereit. Mit dem vorbereiteten Material entsteht dann unter Anleitung im Workshop Schicht für Schicht aus Holzkern, Stahlkanten, Glasfasermatten und Kunstharz ein Unikat. Einen Ski zu bauen, sei kein Hexenwerk, verspricht Build2Ride. Ein wenig handwerkliches Geschick brauche es allerdings schon. Wem das fehlt, aber wer dennoch einen individuellen Ski fahren möchte, der lässt sich sein Modell gegen 250 Euro Aufpreis einfach komplett von den Profis bauen.
www.skibuilding.com

 

Handschuh als Hörer

Der abgespreizte Daumen als Hörer, der kleine Finger als Sprechmuschel – die typische Handbewegung für „Ruf mich an“ kennt jeder. Wer auf der Piste oder im Lift tatsächlich nur mit der Hand – oder besser mit dem Handschuh – telefoniert, wird dennoch verwunderte Blicke auf sich ziehen. Aber genau das macht der BT 2.0 Glove des Schweizer Skibekleidungsherstellers Kjus möglich. Per Bluetooth kann er mit dem Handy verbunden werden, ein kleines Display, eine im Handschuh eingebaute wasserdichte Ohrmuschel und ein Mikrofon komplettieren das raffinierte Ausrüstungsteil. Ein weiteres, aber nicht unwesentliches Feature: Abnehmbare Schlaufen für das Handgelenk sichern den Hightech-Handschuh am Ärmel.
www.kjus.com