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Ob Pakete oder Kisten: Rollen ist oft besser als tragen. „Doch beim Ziehen und Schieben kann der Hand-Arm-Schulter-Bereich besonders belastet sein“, warnt Prof. Ellegast. Je nach Kraftaufwand und Körperhaltung könnten außerdem die Lendenwirbelsäule sowie die Hüft- und Kniegelenke in Mitleidenschaft geraten. Um diese Belastungen weitestgehend zu vermeiden, empfiehlt der Experte, einige Hinweise zu beachten. (mil)

Berücksichtigen Sie diese Tipps:

Haltung bewahren

Die beladenen Hilfsmittel sollten nicht ruckartig angehoben, gezogen oder geschoben werden. Um einseitige Belastungen und Zwangshaltungen zu vermeiden, sollten Beschäftigte eine aufrechte Körperhaltung mit nicht verdrehtem und möglichst geradem Rücken einnehmen.

Passendes Hilfsmittel wählen

Nicht jedes Hilfsmittel ist für jede Last und jeden Transport geeignet. Wer etwa Stufen überbrücken muss, sollte einen Treppenkarren nutzen. Ist der Untergrund uneben und nicht befestigt, wie zum Beispiel im Garten, sollten die Reifen des Hilfsmittels eine ausreichende Größe und ein tiefes Profil haben.

Maximalgewicht einhalten

Die Hilfsmittel sollten niemals über das von den Herstellern angegebenen Maximalgewicht überladen werden. Die Last sollte nach Möglichkeit mittig aufgesetzt werden.

Richtig einkaufen

Wer bereits beim Einkauf auf das GS-Zeichen achtet („Geprüfte Sicherheit“), erspart sich Folgekosten und unangenehme Überraschungen. Sollen verschiedene Personen mit dem Hilfsmittel arbeiten können, sollte die Griffhöhe in der Höhe verstellbar sein.

Gefährdung beurteilen

Im Job ist beim Transportieren von Lasten eine Gefährdungsbeurteilung Pflicht. Nach den sogenannten Leitmerkmalmethoden können Sie die Risiken für die körperliche Überbelastung für jeden Beschäftigten individuell ermitteln. So ist die Höhe der körperlichen Belastungen abhängig von der Art des Hilfsmittels, vom Lastgewicht, der Körperhaltung und Bewegungsgeschwindigkeit, der Dauer und Häufigkeit der Lastenhandhabung und den Ausführungsbedingungen. Berufsgenossenschaften und Unfallkassen beraten bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung und bei der Wahl der richtigen Hilfsmittel.

Weitere Informationen bietet Ihnen die Präventionskampagne „Denk an mich. Dein Rücken“.