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Creditreform

Ob Fleisch, Fisch oder Gemüse: Gegrillt schmeckt alles einfach intensiver. Das Creditreform-Magazin verrät, warum – und versorgt Sie mit Tipps und einem eigens für Sie kreierten Rezept für die nächste Grillparty.

Sommerzeit ist Grillzeit – und das nicht ohne Grund: Die fast schon sinnliche Freizeitbeschäftigung eignet sich schließlich wunderbar als Krönung eines wunderschönen Sommertags, als Highlight einer Feier oder als köstliches Beiwerk für gemütliches Beisammensein. Der Spaß, im Garten, im Stadtpark oder am Strand Gourmetfreuden zu „zaubern“, nimmt Jahr für Jahr zu – neuen Rezepten und immer modernerem Grillgerät sei Dank. Kein Wunder, dass die Gemeinde der Grillfans kontinuierlich wächst. Selbst anerkannte Meisterköche wechseln in ihrer Freizeit gerne vom Herd an den Grill. Einer dieser leidenschaftlichen Griller ist Johann Lafer – bekannt aus TV-Kochsendungen, Autor mehrerer Fachbücher und Herr des Gourmettreffs Stromburg bei Bingen. „Grillen mit Freunden, Bekannten und Familie ist im Sommer einfach herrlich“, findet der Profikoch. „Die Atmosphäre schreit geradezu nach Freude, Entspannung, Genuss und Wohlbefinden.“ Keine Frage, dass Lafer auch beim privaten Grillen besonders hohe Ansprüche hat. Sein Kommentar: „Ich grille am liebsten mit frischen, nachhaltig erzeugten Lebensmitteln der Saison mit dem besten Reifegrad und Geschmack.“ Für ihn ist Grillen denn auch eine Wissenschaft für sich, die sich nicht auf den Herd in der Küche übertragen lässt. Es gibt nichts, was sich nicht grillen lässt – vom Steak, über Fisch und Gemüse bis hin zu pfiffigen süßen Dessertvarianten. Und da gibt es natürlich auch noch die gute alte Wurst. Sie ist beim bundesdeutschen Grillfest immer noch mit weitem Abstand die Nummer eins. Unzählige Millionen dieser entweder vorgebrühten oder rohen Leckereien landen Jahr für Jahr auf dem Grillrost. Für Adi Matzek, Metzger und mehrfacher Grillweltmeister, wäre ein Grillabend ohne Wurst gar undenkbar: „Sie ist ein besonderes Kulturgut, auf das nicht verzichtet werden kann“, verkündet er im Fachmagazin „Der Griller“.

Wer grillt, statt zu braten, erfährt ohnehin auch beim Klassiker Würstchen ein völlig neues Geschmackserlebnis. Gegrilltes Gemüse, Fisch oder Fleisch ist ein Stück weit intensiver, weil man in der Regel mit mehr Hitze arbeitet und deshalb auch mehr Röstaromen freisetzt. Und darüber hinaus riecht es besonders lecker. „Überall im Garten duftet es nach den Kräutern, die man vorher auf das Grillgut gelegt hat“, hat Johann Lafer beobachtet.

HIER EINIGE ERPROBTE TRICKS UND EIN AUSSERGEWÖHNLICHES REZEPT:

Gegrilltes schmeckt auch Veganern
Die Zahl der Veganer wächst dynamisch. Damit steigt die Unsicherheit bei den Gastgebern einer Grillparty, mit welchen Gaumenfreuden sie diese Gäste erfreuen können. Die Furcht ist völlig unbegründet. Im Internet gibt es zahlreiche Rezeptvorschläge für alle, die Fleisch von ihrer persönlichen Speisekarte verbannt haben. Zu den außergewöhnlichen Kreationen gehören zum Beispiel Mais-Lorbeer-Spieße oder gegrillte Kürbis-Spieße. Weitere vegane Grill-Rezepte unter anderem auf eatsmarter.de

Für Newcomer: Holzkohle oder Gas?
Der mit Holzkohle aufgeheizte Kugelgrill gehört heute zu den Klassikern. Der dazugehörige Deckel erlaubt es, Fisch, Fleisch und alles andere gleichmäßig zu garen. Bis die Glut die beste Temperatur hat, dauert es rund 40 bis maximal 50 Minuten. Dann ist die Kohle mit weißer Asche überzogen. Wer es sich etwas einfacher machen möchte und seine Gäste schneller mit Leckereien verwöhnen will, entscheidet sich für einen Gasgrill. Dieser entwickelt zudem keinen Qualm und lässt sich bequemer reinigen. Viele Grillfreunde lassen sich von den Vorteilen jedoch nicht überzeugen. Für sie schmeckt auf dem Holzkohlegrill Zubereitetes ganz einfach würziger.

Grillen ist nicht ungefährlich
Leider endet das Vergnügen jedes Jahr für einige Tausend Grill-Köche mit schweren Verbrennungen oder kleineren Verletzungen. Häufigster Grund für solche Zwischenfälle ist der Einsatz von Brennspiritus oder Benzin zum Anzünden der Kohle – ein absolutes No-Go für jeden leidenschaftlichen Open-Air-Koch. Spezielle Grill-Anzünder sind die sichere Alternative. Zusätzlich sollten Griller unbedingt eine kunstfaserfreie Schürze sowie Handschuhe tragen. Eine lange Grillzange erleichtert es, das Grillgut auf dem heißen Rost zu wenden. Und ein Grillgitter macht es möglich, ganze Fische zu drehen, ohne dass sie in Stücke zerfallen.

 

Der richtige Umgang mit Grillfleisch

  • Grillen ist eine der besten Zubereitungsarten für Fleisch. Durch die große Hitze bildet sich rasch eine Kruste. Sie verhindert, dass Fleischsaft austritt.
  • Mariniertes Fleisch muss abgetupft werden. So tropft kein Fett in die Glut, was gesundheitsschädliche Stoffe freisetzt.
  • Gepökeltes sowie geräuchertes Fleisch gehört nicht auf den Grill. Experten warnen: Bei sehr großer Hitze könnten krebserregende Stoffe entstehen.
  • Fleisch vom Charolais- oder Angus-Rind sowie das Fleisch von der Färse – dem Rind, das noch nicht gekalbt hat – wird von Grillern mit hohen Ansprüchen sehr geschätzt. Die drei Fleischsorten gibt es bei Metzgern mit überdurchschnittlichem Angebot.

 

Ein Rezept vom Kölner „In“-Italiener:
Das „Claudio“ gehört seit Jahren zu den ersten Adressen für italienische Gourmet-Küche in der Domstadt am Rhein. Restaurant-Chef Claudio Pezzuto hat eigens für das Unternehmermagazin Creditreform ein ungewöhnliches Rezept entwickelt: Schwertfisch gegrillt. Hierfür – verrühren Sie Olivenöl, Minze, Knoblauch und Zitrone gut miteinander und schmecken mit Salz und Pfeffer ab, – schneiden den Schwertfisch in zwei Zentimeter dicke Scheiben, grillen ihn von beiden Seiten kurz, und – bestreichen dann das Fischfilet mit der hergestellten Soße und grillen ihn erneut.

Dazu reicht Claudio frisches Sommergemüse mit frischem Olivenöl, Thymian und Knoblauch.