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Rheuma, Neurodermitis, Multiple Sklerose und chronisch entzündliche Darm- und Schilddrüsenerkrankungen haben etwas gemeinsam? Sie kommen vermehrt vor. Die Gründe sind nicht genau bekannt, wohl aber Abhilfe.

© Julian Rentzsch

Die persönlich kennen Rheuma, Neurodermitis, Multiple Sklerose (MS), chronisch entzündliche Darmerkrankung (Zöliakie), chronisch entzündliche Schilddrüsenerkrankung (Hashimoto), autoimmune Nervenschwäche et cetera hoffentlich nur vom Hörensagen. Oder gibt es in Ihrem Umfeld Betroffene?

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch und steigt stark an. Woher dieser Anstieg besonders in den Industrienationen kommt, ist nicht genau bekannt. Wohl aber alternative Therapien.

Was macht der Schulmediziner bei Autoimmunkrankheiten? Er verschreibt Cortison, das stärkste abbauende Hormon. Es baut neben Knochen und Muskelmasse auch das Immunsystem ab und kann dadurch passager die Autoimmunkrankheit unterdrücken. Doch wir alle wissen, was passiert, wenn man Cortison wieder absetzt.

Die Krankheit blüht wieder auf. Das kann also nicht die Lösung sein. Oft liegt der Schlüssel  vielmehr im Darm, sprich in einer gestörten Darmflora. Sie kann Autoimmunkrankheiten begünstigen. Über einen speziellen Stuhltest kann man herausfinden, ob die physiologische Darmflora intakt ist oder nicht.

Die Schulmedizin glaubt, der Darm sei nur zum Spiegeln da. Eine Darmspiegelung hilft aber nicht, eine gestörte Darmflora zu erkennen – und erst recht nicht, sie zu behandeln. Wenn man über mehrere Wochen die Darmflora (Probiotika) optimiert, bessern sich autoimmune Erkrankungen sehr häufig.

 

Wieso Vitamine?

Zusätzlich empfiehlt es sich, ganz neu über Vitamine nachzudenken. Ein Thema, über das Mediziner gerne die Nase rümpfen. Wieso Vitamine – wo es doch so hervorragende Medikamente gibt? Ganz anders denkt der brasilianische Chefarzt Dr. Cicero Coimbra. Er behandelt in seiner Klinik seit Jahren Multiple-Sklerose-Patienten mit sehr hohen Dosen Vitamin D und hält die Patienten damit in 95 Prozent der Fälle frei von neuen Schüben.

In Europa fällt ein Nord-Süd-Gefälle auf: MS und Diabetes Typ I  treten in Skandinavien signifikant häufiger auf als in Süditalien, wo die Sonne mehr scheint und der Vitamin-D-Spiegel von Natur aus höher ist.

Aus diesem Grund empfehle ich meinen Patienten zumindest im Winter eine Vitamin-D-Substitution (mindestens 3.000 I.E. täglich). Und wer von 9 bis 17 Uhr im Büro sitzt, kann auch im Sommer noch Vitamin D vertragen. Wie Sie außerdem Ihr Immunsystem aktiv unterstützen, sehen Sie unter www.youtube.spitzbart.com, „Das kompetente Immunsystem“.

Dr. Michael Spitzbart

ist Arzt und Sachbuchautor und leitet ein Zentrum für ursachenbezogene Diagnostik und Therapie.